<BR />Nach der Silvestertragödie im Bar-Club „Constellation“ in Crans-Montana sind offiziell drei italienische Opfer identifiziert worden. Es handelt sich um drei 16-jährige Jugendliche. Das bestätigte Italiens Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, gegenüber der Nachrichtenagentur ANSA. Die Familien der Todesopfer wurden informiert. Einer der Jugendlichen war mit einer weiteren, bislang nicht offiziell identifizierten Jugendlichen befreundet.<BR /><BR />Die Zahl der verletzten Italiener ist unterdessen von 13 auf 14 gestiegen. Neun von ihnen wurden bereits nach Italien zurückgebracht und werden im Krankenhaus Niguarda in Mailand behandelt. Insgesamt wurden bei dem Brand 121 Menschen verletzt, fünf davon sind noch nicht identifiziert. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 40.<h3> Ermittlungen und wachsende Ungeduld der Angehörigen</h3>Weiterhin gelten zwei italienische Staatsangehörige als vermisst. Die Ungewissheit über ihr Schicksal sorgt bei den Familien für große Angst, zunehmend auch für Wut über das langsame Vorgehen der Schweizer Behörden bei der Identifizierung der im Club gefundenen Leichen.<BR /><BR />Von den bislang offiziell identifizierten elf Todesopfern stammen acht aus der Schweiz. Es handelt sich um vier junge Frauen und vier junge Männer im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Ihre Leichname wurden bereits den Familien übergeben. Laut Italiens Botschafter Cornado sollen die meisten Identifizierungen bis Sonntag abgeschlossen sein, einzelne Fälle könnten jedoch mehr Zeit in Anspruch nehmen.<BR /><BR />Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war Schaumstoff an der Decke durch funkensprühende Partyfontänen in Brand geraten. Das Feuer hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Die Schweizer Polizei nahm unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung strafrechtliche Ermittlungen gegen die Barbetreiber auf.<BR /><BR />Derweil teilte die Gemeinde Crans-Montana laut Medienberichten mit, der Gemeinderat habe am Samstag einstimmig beschlossen, sich als Nebenklägerin an dem von den Strafverfolgungsbehörden eingeleiteten Verfahren zu beteiligen. Eine Zivilklage sei eingereicht worden. Zudem werde sie der Staatsanwaltschaft alle verfügbaren Unterlagen zum Brand in der Bar übergeben, hieß es.<BR /><BR /><b>Am 9. Jänner um 14.00 Uhr</b> – zu Beginn der Trauerfeier in Crans-Montana – sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute, wie Parmelin weiter sagte. „In diesem Moment der Stille können alle Menschen in der Schweiz – und weltweit – persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken.“