Die Carabinieri haben am heutigen Mittwochvormittag an der Mittelschule A. Manzoni ein Informations- und Sensibilisierungsseminar zu den Themen Mobbing und Cybermobbing veranstaltet.<BR /><BR />Hauptmann Giuseppe Specchio, Kommandant der Carabinieri-Kompanie Brixen, hielt die Veranstaltung gemeinsam mit Stabsfeldwebel Elisa Florineth ab. Das Treffen war auf Einladung der Schulleiterin Cristina Luppi organisiert worden und stieß laut Aussendung auf großes Interesse bei den teilnehmenden Jugendlichen.<h3> Künstliche Intelligenz als „zweischneidiges Schwert“ </h3>Ausgehend von der Präsentation „Cybermobbing und KI: Eine verborgene Verletzlichkeit im Netz“ wurden die Unterschiede zwischen Mobbing und Cybermobbing aufgezeigt. Besonderes Augenmerk galt dabei den Gefahren der digitalen Welt: Anonymität, die dauerhafte Verfügbarkeit von Inhalten im Internet und das Fehlen klarer Grenzen machen digitale Übergriffe besonders schwerwiegend und belastend für die Betroffenen.<BR /><BR />Ein zentraler Teil des Seminars widmete sich der Künstlichen Intelligenz. Diese wurde als „zweischneidiges Schwert“ dargestellt: Einerseits kann KI bei Prävention und Aufklärung helfen, andererseits birgt sie Risiken wie den Missbrauch zur Erstellung von Deepfakes oder zur Verstärkung von Belästigungen über Chatbots.<h3> Jugendliche sollen Partei ergreifen</h3>Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler konkrete Handlungsempfehlungen: vor dem Veröffentlichen von Inhalten nachzudenken und sich des eigenen digitalen Fußabdrucks bewusst zu sein, problematische Inhalte zu melden und Täter zu blockieren sowie nicht wegzusehen, sondern aktiv Partei für Betroffene zu ergreifen.<BR /><BR />Zum Abschluss unterstrich Hauptmann Specchio die individuelle und gesellschaftliche Verantwortung im Umgang miteinander, insbesondere im digitalen Raum. Verhaltensweisen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, könnten tiefe seelische Wunden hinterlassen und in extremen Fällen dramatische Folgen haben. Entscheidend sei das Bewusstsein, dass sich hinter jedem Bildschirm ein Mensch befinde und die Würde jedes Einzelnen gesetzlich geschützt sei. Die Carabinieri, so betonte er, stünden Jugendlichen jederzeit zur Seite, um frühzeitig einzugreifen.<BR /><BR />Die Veranstaltung ist Teil eines umfassenderen Präventionsprojekts der Carabinieri, das auch in Zukunft weitere Schulbesuche im Eisacktal vorsieht – teils unter Einbeziehung der Eltern –, um das Bewusstsein für Recht, Respekt und Verantwortung nachhaltig zu stärken.