Dienstag, 15. Januar 2019

Cybermobbing: Wenn das Internet zur Last wird

Wer schon einmal Leidtragender von Hasskommentaren oder generell Cybermobbing war, weiß von den daraus erwachsenden Demütigungen und seelischen Narben. Die Sprachwissenschaftlerin Konstanze Marx gibt im „Dolomiten“-Interview Einblick in die Sprachmechanismen und die Gedankenwelt der Täter.

Demütigungen durch Cybermobbing führen zu seelischen Narben.
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Demütigungen durch Cybermobbing führen zu seelischen Narben. - Foto: © shutterstock

„Dolomiten“: Ist jede Art von hasserfülltem Kommentar als Cybermobbing zu bezeichnen?

Marx: Nein, viel eher wird dabei von Hate Speech (dt. Hassrede) gesprochen. Der Begriff Cybermobbing wird öfter mit dem Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet in Verbindung gebracht.

„D“: Spielen rassistische Denkmuster eine große Rolle beim Hetzen im Netz?

Marx: Rassistische, sexistische und homophobe Denkmuster sind die Hauptantriebe für Hetze im Netz, also für das, was wir Hate Speech nennen. Für Cybermobbing gilt das allerdings nicht. Hier spielen oft persönliche Konflikte eine Rolle.

„D“: Stimmt es, dass die Einhaltung von Rechtschreibung und Grammatikregeln beim Verfassen hier kaum eine Rolle spielt?

Marx: Das würde ich nicht sagen, denn es gibt durchaus orthographisch vollkommen korrekte, sprachlich elaborierte Hasskommentare.

Prof. Dr. Konstanze Marx ist Professorin im Bereich Linguistik am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim und Mitarbeiterin des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim.

Interview: Monika Obrist

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Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol