Zum Teil riesige Gesteinsbrocken waren am Samstag und am Sonntag im Rienzgraben unter lautem Grollen und Getöse in die Tiefe gestürzt und hatten vor allem die Bewohner der darunterliegenden Wohnbauzone aufgeschreckt. Seither ist es ruhig geblieben im brüchigen Gestein. <BR /><BR /> <video-jw video-id="yRw0yRlz"></video-jw> <h3>700.000 Kubikmeter Fassungsvermögen</h3>Gestern haben die Experten von Wildbachverbauung, Landesamt für Geologie sowie Techniker mit Bürgermeister Josef Nöckler und der Gemeindeverwaltung die Fotos und Videos vom Hang studiert und über die Lage beraten. „Die Experten haben mich insofern beruhigt, als sie gesagt haben, dass die beiden Schutzdämme ein Fassungsvermögen von 700.000 Kubikmetern haben und darin fast der gesamte Bergkegel Platz finden würde.“ Steinschläge und Felsstürze an diesem Hang seien nicht ungewöhnlich, wenngleich der jüngste eher stärkere Ausmaße hatte. Eine akute Gefahr bestehe aber derzeit nicht. Zumindest nicht, solange es nicht wieder längere und stärkere Regenfälle gebe. <BR /><BR />Deshalb wurde auch das Sicherungsprojekt besprochen, das – wie berichtet – die Verlängerung der beiden Schutzdämme um 20 bzw. 70 Meter und die Erhöhung um 3 bis 4 Meter vorsehe. „Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Rienzgraben und die Schutzdämme schnell auszuräumen sind, wobei das Material dann für die Verstärkung der Dämme verwendet werden soll“, erklärt der Bürgermeister. Man werde nun ein Einreichprojekt erarbeiten und für die Finanzierung über den Zivilschutz ansuchen. „Das Projekt muss Vorrang haben, weil uns die Sicherheit der Menschen wichtig ist und wir dann für 20 bis 30 Jahre Ruhe haben sollten. Deshalb bleiben wir mit Nachdruck dran“, so Nöckler.