„Wir haben mit der Quästur Kontakt aufgenommen und wurden beruhigt. Man hat uns auf dem Schirm“, sagt Domdekan Bernhard Holzer. <BR /><BR />Die Gläubigen sollen sich an den hohen Festtagen im Bozner Dom sicher führen. Nach dem Pro-Palästina-Aktivisten an Weihnachten für Angst gesorgt hatten, stand für die Pfarrverantwortlichen sofort fest, dass sich solche Szenen nicht mehr ereignen dürfen. Für die anstehenden Osterfeierlichkeiten hat sich die Dompfarre daher mit der Quästur kurzgeschlossen. <BR /><BR />Dass der Israel-Palästina-Konflikt auch in Bozen angekommen ist, weiß man spätestens seit dem Christtag vergangenen Jahres. Damals hatten 4 Pro-Palästina-Aktivisten die Bischofsmesse im Bozner Dom gestört, idem sie ein Transparent entrollten und auf die Situation im Gazastreifen aufmerksam machten. Die besonnene Reaktion von Bischof Ivo Muser hatte die Situation entschärft. <BR /><BR />Nach dem jüngsten islamistischen Terroranschlag in Moskau ist europaweit die Aufmerksamkeitsstufe erhöht worden. Dazu trafen sich am Mittwochnachmittag auf Einladung von Regierungskommissär Vito Cusumano im Herzogspalast die Mitglieder des Landeskomitees für Sicherheit. Dabei wurde mitgeteilt, dass die Kontrollen über die Osterfeiertage und an besonders neuralgischen Punkten intensiviert würden (siehe digitale Ausgabe). <BR /><BR /><BR /><BR />„Auch der Zwischenfall vom Christtag im Dom wurde angesprochen“, berichtet Vizebürgermeister Stephan Konder. Er hat die Szene damals hautnah miterlebt. „Ich war mit meiner Familie im Dom und diese Personen sind in der Bank vor mir gesessen“, berichtet er. Als sie sich plötzlich erhoben, sei ihm sofort klar gewesen, dass nunmehr etwas ungewöhnliches passieren werde. „Was dann geschah, hat ein überaus mulmiges Gefühl erzeugt. Das muss ich schon sagen“, sagt er. Beim Rausgehen habe sich einer der 4 noch im Dom eine Zigarette angezündet. „Ein mehr als respektloses Verhalten, wie ich finde.“ <BR /><BR />Domdekan Bernhard Holzer war mit den Demonstranten in Kontakt getreten und hat ihnen in einem Mail mitgeteilt, dass er diese Vorgehensweise als unangebracht empfand. „Antwort habe ich bis heute keine bekommen“, sagt Holzer. <BR /><BR />Möglicherweise stellen sich viele Gläubige die Frage: Müssen wir nun bei jedem Hochfest besorgt sein? Holzer kann beruhigen: „Nach dem Erlebnis zu Weihnachten haben wir umgehend mit der Quästur Kontakt aufgenommen. Es wurde uns mitgeteilt, dass wir unbesorgt sein sollen. Man hat uns auf dem Schirm“.