Mittwoch, 02. Dezember 2020

Dammsystem MOSE erneut gegen Hochwasser in Venedig eingesetzt

In Venedig ist am Mittwochfrüh zum dritten Mal seit Oktober die Hochwasserschutzanlage MOSE hochgefahren worden. Die Tore der Flutschleusen wurden in Betrieb genommen, nachdem in der Lagunenstadt Hochwasser gemeldet wurde.

Die neu gebaute Anlage war in den vergangenen Monaten mehrmals getestet worden.
Die neu gebaute Anlage war in den vergangenen Monaten mehrmals getestet worden. - Foto: © ANSA / Andrea Merola
Die neu gebaute Anlage soll schlimme Überflutungen verhindern. Der Pegel erreichte 1,07 Meter – und damit blieb der Stadtkern trocken, berichteten die venezianischen Behörden.

Die neu gebaute Anlage war in den vergangenen Monaten mehrmals getestet worden. Venedig wird vor allem in den Herbst- und Wintermonaten immer wieder überflutet. Vergangenes Jahr im November hatte eine Rekordflut verheerende Schäden angerichtet und den Tourismus zum Erliegen gebracht.

Danach hatten Politiker versprochen, dass MOSE nun wirklich schnell fertig werde. Bürokratie, Korruptionsskandale und unterschiedliche politische und wirtschaftliche Interessen hatten das Milliarden-Projekt in den vergangenen Jahren immer wieder verzögert.

Viele Bewohner Venedigs und Umweltschützer hegen Zweifel am Nutzen des Mammut-Projekts. Sie befürchten, dass die unterirdische Anlage, bei der Barrieren ausgefahren werden können, das Ökosystem der Lagune weiter gefährdet. Sie warnen auch vor hohen Instandhaltungskosten.

apa