Dienstag, 06. November 2018

Dank Sammelklage zu spätem Recht

Wer in Südtirol ein Diesel-Fahrzeug besitzt, welches mit der VW-Manipulationssoftware ausgestattet war, kann sich an einer Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern in Deutschland beteiligen. Darauf weist im Gespräch mit den „Dolomiten“ die aus Bozen/Gries stammende Lydia Ninz, Vorstandsmitglied des Verbraucherschutzvereins in Österreich, hin.

Die Wolken über dem VW-Konzern haben sich noch längst nicht gelichtet.
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Die Wolken über dem VW-Konzern haben sich noch längst nicht gelichtet.

In Deutschland gibt es seit 1. November die Musterfeststellungsklage, eine neue Art der Sammelklage (STOL hat berichtet). Dabei gehe es laut Lydia Ninz um Fälle, „die rechtlich gleich gelagert sind und Massen von Bürgern betreffen“. Bisher habe es in Deutschland „kein taugliches Mittel dafür gegeben“. Unter dem Eindruck des Dieselskandals habe der deutsche Justizminister dieses Sammelverfahren eingeführt. VW-Besitzer können sich bis Ende des Jahres melden. Das Verfahren an sich sei eher kompliziert, sagt Ninz.

Die Verbraucherzentrale in Deutschland habe bereits eine Klage eingebracht. Mit 50 Fällen werde das Verfahren eröffnet – damit sei in den nächsten Tagen zu rechnen. Betroffene Autobesitzer können sich online in Listen eintragen. Sie müssen alle geforderten Daten ausfüllen und dann die nächsten Schritte abwarten. In Österreich hilft der Verbraucherschutzverein den betroffenen Fahrzeugbesitzern – auch Südtiroler werden unterstützt.

Angesprochen sind auch in Südtirol Tausende Besitzer von Diesel-Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat, Skoda und von VW-Nutzfahrzeugen, in denen die manipulierte Software eingebaut war.

D/hof

Den vollständigen Artikel und mehr Infos, was Betroffenen zu tun haben, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol