Mittwoch, 08. November 2017

"Danke, dass Sie uns nicht überfahren. Ihre Feuerwehr!"

Sie rücken aus, um anderen zu helfen. Auch auf der Schnellstraße Mebo sind die nahegelegenen Feuerwehren fast täglich im Einsatz. Doch nicht jeder nimmt auf die Einsatzkräfte Rücksicht. So hat sich die Freiwillige Feuerwehr Burgstall nach einem bedenklichen Zwischenfall nun via Posting Luft gemacht.

Die FFW Burgstall macht ihrem Ärger via Posting Luft. Ihr Warndreieck wurde einfach überfahren.
Badge Local
Die FFW Burgstall macht ihrem Ärger via Posting Luft. Ihr Warndreieck wurde einfach überfahren.

Der Vorfall liegt schon länger zurück, doch er liegt den Wehrleuten noch auf dem Herzen - und ist auch kein Einzelfall. Am 30. Oktober war es kurz nach 20 Uhr auf der Mebo zu einem Unfall gekommen (STOL hat berichtet). Die Freiwillige Feuerwehr Burgstall eilte zum Unfallort.

Wagen fährt Warndreieck um und einfach weiter

Um die Rettungs- und Aufräumarbeiten gefahrenfrei durchführen zu können, wurde die Sinicher Einfahrt zu Mebo gesperrt. Doch gerade dort ereignet sich der Zwischenfall. "Es war schon gegen Ende des Einsatzes, als ein von uns aufgestelltes Warndreieck umgefahren wurde", berichtet Kommandant Wilfried Ganthaler. Der Wagen erwischte den Beifuß, riss das Dreieck nieder und fuhr ungebremst weiter. "Unserer Wehrleute befanden sich dahinter, in Sicherheit zwar, aber..", lässt der Kommandant den Satz unvollendet. 

Wehrmänner mit Leuchtweste nicht überfahren

Dass nach dem Vorfall nicht einfach zur Tagesordnung zurückgekehrt werden soll, zeigt ein Posting der FFW Burgstall von Mittwoch: "Wir möchten uns bei dem Fahrer bedanken der beim letzten Verkehrsunfall am 30.10.2017 auf der Mebo nur eines unsere Warndreiecke inklusive Blinklampe überfahren hat (OHNE STEHEN ZU BLEIBEN!) und nicht einen unserer Wehrmänner mit Leuchtweste die die Mebo für den Verkehr gesperrt haben oder eines unserer Fahrzeug mit eingeschaltenem Blaulicht und Verkehrsleitsystem."

Dass es manchmal zu brenzligen Situationen kommt, kann Kommandant Ganthaler bestätigen. "Meist ist es der Fall, wenn nur eine Fahrspur gesperrt wird, oder es nachts zu Einsätzen kommt." Wenn die Wehr am Unfallort eintreffe, gelte es, die oft unübersichtliche Situation zu erheben und die Stelle zu sperren. Bis dahin würde es oftmals eng. Auch der Polizei oder dem Straßendienst ergehe es so. 

Gefordert wird von den nachfolgenden Verkehrsteilnehmer in erster Linie: Runter vom Gas! 

Rettung und Sicherheit sollten Priorität haben

"Die Leute sind ungeduldig, wenn es zu einem Unfall und Sperren kommt", so Ganthaler. Sie würden jedes Schlupfloch nutzen, um vorwärts zu kommen. Und so appelliert er an die Wagenlenker: "Bitte haben Sie etwas Geduld. Priorität sollte die Rettung des Verunfallten haben. Wenn man selbst in dieser Lage wäre und aus einem Unfallwagen befreit werden muss, ist man wahrscheinlich froh darüber." Und nicht nur die Verunfallten wären froh. 

Das Posting endet mit dem Appell: "Unsere Wehrfrauen und -männer würden gerne nach dem Einsatz wieder wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren.Vielen Dank für eure Unterstützung."

stol/ker

stol