„Zwar wurde die Penser-Joch-Straße in diesem Winter zweimal kurzzeitig gesperrt, konnte aber rasch wieder für den Verkehr freigegeben werden“, sagt der Sarner Bürgermeister Sepp Mair. Hauptgründe für eine Sperre seien in der Regel große Schneemengen, starke Schneeverwehungen und insbesondere Lawinengefahr. „Aufgrund der heurigen Schneelage war eine Wintersperre bislang aber nicht notwendig“, betont Mair.<BR /><BR />Auf beiden Seiten der Penser-Joch-Straße wurden im vergangenen Jahr Doppelschranken errichtet. Vor einer vollständigen Schließung treffen sich die Straßenverantwortlichen beider Seiten am Penser Joch und fahren anschließend talwärts – die einen ins Wipptal, die anderen ins Sarntal. Erst danach werden die Schranken geschlossen. „So wird sichergestellt, dass sich kein Fahrzeug mehr auf der Strecke befindet“, sagt Mair. Vor der Errichtung dieser Schranken hätten sich immer wieder Autos auf die Jochstraße verirrt und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.<BR /><BR />Die Penser-Joch-Straße stellt für viele Sarner, insbesondere aber für die Penser, eine wichtige Verbindung ins Wipptal dar – oft aus Arbeitsgründen, oft für Besuche oder eine Behandlung im Krankenhaus Sterzing. Auch von Bozen aus wird das Penser Joch nicht selten als kürzeste Verbindung zum Brenner benützt. <BR /><BR /> „Die Jochstraße ist für uns ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es kommen Menschen zum Skifahren oder Einkaufen von Norden her über das Penser Joch“, sagt Bürgermeister Mair. Dies sei heuer deutlich spürbar.<BR /><BR />Dass die Wintersperre erst spät – oder bislang gar nicht – in Kraft tritt, ist eine Seltenheit. „Das gab es bisher nur ein einziges Mal“, erinnert sich der langjährige Straßenarbeiter Anton Innerebner. „Im Jahr 2003 wurde die offizielle Wintersperre erst am 27. Jänner verhängt. An diesem Tag bin ich das letzte Mal mit dem Schneepflug aufs Joch hinaufgefahren.“ Damals sei die Sperre nur von kurzer Dauer gewesen: Bereits am 12. März war das Joch wieder befahrbar.<BR /><BR />Ob dieser Rekord heuer gebrochen wird, zeigt sich in den kommenden Tagen, zumal für morgen Schneefall angekündigt ist.