Es ist kurz nach 21 Uhr am vergangenen Samstagabend. Ein Paar in Anfang 30 ist auf dem Heimweg und fährt mit dem Auto durch den Bozner Neubruchweg. Sie kommen gerade von der ersten Geburtstagsfeier des Kindes eines Freundes, als an der Kreuzung zur Mailänder Straße, auf der Höhe des Kindergartens „Mariaheim“, plötzlich vier bis fünf Gestalten aus der Dunkelheit der dortigen Grünanlage auftauchen.<BR /><BR /> Laut einem Bericht der Tageszeitung „Alto Adige“ sind es Jugendliche, kaum älter als 15 oder 16 Jahre, die Kapuzen ihrer Pullover tief ins Gesicht gezogen. Ohne Vorwarnung feuern sie eine Salve aus schweren Steinen auf den vorbeifahrenden Pkw ab.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280367_image" /></div> <BR /><BR />Ein Stein zertrümmert fast das Fahrerfenster – das Glas splittert, hält der Belastung aber stand. Ein weiterer Stein reißt Teile der Seitenverkleidung vom Wagen. Ein dritter Stein schlägt direkt neben dem Rückspiegel ein.<BR /><BR />„Es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass das Glas nicht komplett zersprungen ist“, schildert die Mutter eines Opfers gegenüber der Zeitung. „Wäre der Stein durch das Fenster gedrungen, hätte er die meine Tochter mit voller Wucht am Kopf treffen können.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280370_image" /></div> <BR /><BR />Das Paar setzte nach dem Vorfall umgehend einen Notruf ab, von der Polizei erfolgte die Anweisung am Ort des Geschehens auf die Ermittler zu warten. Nach einer Stunde vergeblichen Wartens fuhr das Paar laut Bericht des „Alto Adige“ schließlich nach Hause und rief von dort abermals die 112. Der Aufforderung tags darauf in der Carabinieri-Kaserne Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, kam des Paar nach.<BR /><BR />Für die betroffene Familie bleibt ein beklemmendes Gefühl zurück. Die Mutter der Fahrerin, selbst im Bildungsbereich tätig, zeigt sich gegenüber „Alto Adige“ fassungslos über die Gewaltbereitschaft: „Es hätte jeden treffen können. Es brauchte nur das Pech, in diesem Moment dort vorbeizufahren.“