„Der politische Wille, die Therme zu erweitern, ist da“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Wenn das Land zahlt, müsse allerdings auch die Gemeinde Meran ihr Scherflein beitragen.<BR /><BR />„Der Ansturm auf und die Nachfrage nach unserem Saunabereich ist enorm“, sagt der Präsident der Therme Meran, Stefan Thurin. Allein 2025 zählte man im Saunabereich 180.000 Besucher. „Viele Einheimische besuchen regelmäßig die Saunalandschaft, wenn dann noch die Gäste dazukommen, wird es brutal eng. Daher wollen wir in Qualität investieren“, führt Präsident Thurin den Ist-Zustand aus.<BR /><BR />Und Therme-Direktorin Adelheid Stifter, die das Erweiterungsvorhaben der Therme gerne noch ein wenig unter Verschluss gehalten hätte, fügt hinzu: „Wir wollen nicht noch mehr Leute. Uns geht es um ein Mehr an Qualität, denn unsere Sauna ist gut frequentiert. Wir müssen in die Höhe gehen, denn Richtung Piavestraße, Richtung Thermenplatz und Thermenpark sind wir begrenzt. Daher ist die einzig sinnvolle Lösung, auf das Gebäude draufzubauen.“<BR /><BR />Nicht einen ganzen Stock, sondern einen Bau in L-Form, der längs der Passerseite – aber nicht auf der gesamten Länge – und der Thermenplatz-Seite draufgesetzt werden soll. Dann werde die Therme Meran mit diesem Dachelement die gleiche Höhe erreichen wie das benachbarte Hotel Therme. „Ein Ensemble, das schöner sein wird und besser passt als jetzt“, so Stifter. <BR /><BR />Ziel wäre es, das Dachelement Ende 2028 für die Nutzer zu öffnen. „Eine Herausforderung, denn der Zubau soll und muss bei laufendem Betrieb erfolgen“, sagt Präsident Stefan Thurin.<BR /><BR />Die Kostenschätzung für diese Erweiterung nach oben soll 13 bis 14 Mio. Euro betragen. Einen Teil davon, die Rede ist von 3 Mio. Euro, soll auch die Gemeinde Meran beitragen. <BR /><BR />Darüber wurde jüngst im Stadtrat diskutiert, abgestimmt wurde noch nicht. „Das Land ist bereit dieses Geld auszugeben, wenn wir als Gemeinde 3 Mio. Euro beisteuern. Der Tenor im Stadtrat war, dass man grundsätzlich dafür sei und dies als Bereicherung sehe“, sagt Bürgermeisterin Katharina Zeller. Dieses Angebot des Landes könne man schwer ausschlagen. „Denn eine Investition in die Therme ist auch eine Investition für Meran, für unsere Bevölkerung. Natürlich haben wir andere Prioritäten, aber wenn man den Betrag auf mehrere Jahre aufteilen kann, können wir ihn stemmen“, meint sie.