Alle Vinschger und Vinschgerinnen wissen, dass auf das Team des Notarzthubschraubers Pelikan 3 Verlass ist. In den vergangenen Jahren eilte die Flugrettung zu Hunderten von Einsätzen. Bislang war der weitum bekannte Schlanderser Primar Kurt Habicher der medizinische Leiter der Flugbasis, seit wenigen Tagen hat er die Führung an Maria Mair übergeben.<BR /><BR />Die Tscharserin war anfangs Krankenschwester und hat 2007 mit dem Medizinstudium in Innsbruck begonnen. Es folgten Aufenthalte in den Krankenhäusern von Schlanders, Meran und Bozen – aber auch in St. Gallen und Lugano. Mair machte in dieser Zeit 2 Facharztausbildungen in Intensivmedizin und Anästhesie und flog 10 Jahre mit der Schweizer Flugrettung Rega, um Patienten und Patientinnen in Not zu helfen.<BR /><BR />„Das ist kein Job für Egoisten“, sagt die Tscharserin und bezieht sich damit auf den Umstand, dass ein Arzt oder eine Ärztin alleine wenig ausrichten kann, wenn die Flugrettung gefragt ist. Dementsprechend bestehe eine Besatzung auch aus Notarzt oder -ärztin, Pilot, Techniker und Pfleger bzw. Flugretter. Unter Umständen könne z. B. aber auch noch ein Bergretter hinzukommen, wenn es sich um Einsätze am Berg handelt. Damit wird es im Inneren des Pelikan 3 mitunter auch eng, denn immerhin soll ja auch der Patient darin Platz finden. Aber daran gewöhne man sich im Laufe der Zeit, sagt Maria Mair schmunzelnd.<h3> Ein „halbe Intensivstation“ an Bord</h3>Was die medizinische Versorgung an Bord betrifft, seien die Notarzthubschrauber im Land hochmoderne Maschinen. Man könne darin eine „Topversorgung“ gewährleisten, erklärt die Notärztin und sagt, dass es sich im Grunde – und für einen Laien erklärt – um eine „halbe Intensivstation“ handle. Vom Säugling bis zum Greis werde grundsätzlich – und natürlich übergangsmäßig bis zu weiteren Behandlung in einem Spital – jede Pathologie abgedeckt.<BR /><BR />Was ist die Aufgabe einer medizinischen Leitung? Mair erklärt, dass sie zum einen mehrfach im Monat selbst Dienst leistet. Das sei positiv, um z. B. das vorhandene Rettungspotenzial besser bewerten zu können. Darüber hinaus sei sie aber auch Bindeglied zu Krankenhäusern und Ansprechpartnerin für die übrigen Notärzte und -ärztinnen. Ein Ziel sei, mit den Kollegen bestimmte Einsätze nachzubesprechen. Das sei wegen der dienstlichen Abläufe heute nicht so möglich wie erwünscht. <BR /><BR />„Was ist gut gelaufen, was ist weniger gut gelaufen?“, seien Fragen, die bei diesen Nachbesprechungen geklärt werden könnten. <h3> Immer noch Feuer und Flamme</h3>Denn nicht nur die Flugrettung an sich ist auf ein Team angewiesen, auch die einzelnen Einsatzkräfte könnten Rückmeldungen, aber auch natürlich Lob, aus dem Team heraus gut gebrauchen. <BR /><BR />Was ihren Beruf betrifft, ist Maria Mair auch nach all den Jahren noch Feuer und Flamme. Er sei „einfach genial“, denn er verlange alles ab und biete sehr viel Abwechslung. „Ich täte es auf jeden Fall immer wieder“, sagt die Tscharserin und wünscht sich, dass es gelingt, der Vinschger Bevölkerung – aber auch darüber hinaus – einen möglichst guten und professionellen Dienst aus der Luft zu bieten.<BR />