Es gebe Einsatzkräfte, die für solche Vorfälle entsprechend geschult seien, erklärte der Polizeisprecher. Der Supermarkt befindet sich in der Hildburghauser Straße, an der Ecke zum Tirschenreuther Ring.<BR /><BR />Ein Mitarbeiter des betroffenen Rewe-Supermarkts schilderte, wie er die seit Stunden andauernde Geiselnahme aus nächster Nähe miterlebt hat. „Ich bin geschockt“, sagte der 22-Jährige zu mehreren Journalisten. Seinen Schilderungen zufolge war der Supermarkt am Freitagabend kurz vor der Schließung. Er habe die übrigen Kunden rausschicken wollen, als ein Mann ein Messer gezogen habe. „Das Messer war schon sehr groß“, berichtet er.<BR /><h3> „Sie war einfach am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt“ </h3> Er arbeite als Minijobber in der Filiale. „Ich habe nicht viel gesehen, es ist alles sehr schnell passiert. Man konnte auch nicht viel erkennen.“ Das „funkelnde Messer“ habe er aber gesehen. Er sei dann mit einer anderen Mitarbeiterin rausgelaufen und habe die Polizei gerufen. Die Frau ist nach Angaben des 22-Jährigen eine Mitarbeiterin. „Sie war einfach am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt“, sagte er. „Ich wünsche, dass alles gut ist, dass sie nicht verletzt ist, dass alles gut ausgeht.“ Ihm gehe es zum Glück gut.<BR /><BR />Die Polizei hat die Schilderungen des 22-Jährigen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur weder bestätigt noch dementiert. Er könne das nicht kommentieren, sagte ein Polizeisprecher. „Es ist ein laufender Einsatz.“<BR /><h3> Supermarkt großräumig abgesperrt</h3> Der Supermarkt ist großräumig abgesperrt, wie ein Reporter berichtete. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) war vor dem Gebäude positioniert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr waren am Tatort. Am frühen Morgen stellten die Beamten eine Leiter ans Gebäude und verschafften sich einen Blick in den Markt.<BR /><BR />Hinter der Absperrung, mit Blick auf den Markt, harrten einige Angestellte des Supermarkts aus. Sie hatten dünne Stoffdecken umgelegt, die ihnen der Rettungsdienst bereitgestellt hatte. Sie dürften sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Geschäft befunden haben. In der Nacht waren die Straßen rund um den Tatort nahezu menschenleer. Nur vereinzelte Passanten waren unterwegs.<BR /><BR />Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand der Hauptstadt, weit entfernt vom Berliner Stadtgeschehen. Es ist eine ruhige Wohngegend, geprägt von Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohnbauten. In der Gegend befinden sich mehrere Schulen und Kindertagesstätten.