Wenngleich die Bestimmungen eine klare restriktive Sprache sprechen und eindringliche Warnungen nicht zu überhören sind, gibt es alle Jahre wieder bedenkliche Vorfälle.<BR /><BR />Ausgelassen und farbenfroh will das neue Jahr begrüßt werden, und da gehören Böller und Feuerwerke einfach dazu. Davon ist zumindest ein Teil der Bevölkerung überzeugt, während ein anderer nichts damit anfangen kann. Mehr noch, wenn es in Richtung Jahresausklang geht, werden immer wieder Bedenken laut, etwa in Sachen Feinstaubbelastung, Lärmschutz und Sicherheitsrisiken. Und so verzichten letzthin immer mehr öffentliche Veranstalter auf das klassische Silvesterfeuerwerk. <BR />Böller und Raketen gezündet werden trotzdem – vor allem von Privaten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1255965_image" /></div> <BR /> „Die Feuerwerke sind genehmigungspflichtig, jede Gemeinde ist angehalten, bei den Ansuchen genau hinzuschauen“, sagt Dominik Oberstaller, Präsident des Rates der Gemeinden. Damit meint er vor allem den Aspekt der Sicherheit und mögliche Gefahrenherde. Die Materie ist im Landesgesetz vom 5. Dezember 2012/ Nr. 20 geregelt, in manchen Gemeinden sind auch restriktivere Vorschriften in Kraft, Gesetzesübertretungen können mit Verwaltungsstrafen von 300 bis 900 Euro geahndet werden. <BR /><b><BR />Bei Pyrotechnik auf CE-Zertifizierung achten</b><BR /><BR />„Es ist so, dass die EU-Richtlinien eine klare Sprache sprechen und die Silvestershows sich längst weiterentwickelt haben in eine vernünftige Richtung“, sagt indes Jakob Watschinger vom Innichner Pyrospezialisten Impact Productions. Er selbst ist heuer mit unterschiedlichen Konzepten nacheinander in Sexten, Olang und Ratschings im Einsatz. Der sachgemäße Gebrauch von zertifizierten Feuerwerkskörpern sei unbedenklich, der Umweltaspekt werde sehr wohl berücksichtigt, etwa durch abbaubare Materialien oder das Verbot von besorgniserregenden Schwermetallen. Außerdem seien Alternativen wie Drohnen- oder Feuershows im Trend. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1255968_image" /></div> <BR />Watschinger beklagt indessen die Gepflogenheit, pauschal Dinge zu verbieten, wobei so manche Gemeinde auch ihre Kompetenz überschreite. Die Thematik sei emotional aufgeladen, er plädiert für ein „Miteinander im Sinne aller Beteiligten“, denn schließlich seien professionell gestaltete Pyroshows etwas Schönes, etwas fürs Herz. Mahnende Worte findet der Pusterer Experte hingegen bei unsachgemäßer Handhabe von Feuerwerkskörpern: „Die Finger lassen sollte man vor nicht CE-zertifizierten Feuerwerkskörpern, leider bestellen sich auch Minderjährige fragwürdiges Material im Internet. Bei Produkten von seriösen Händlern gilt es die Anleitungen zu befolgen und den Hausverstand walten zu lassen, dann passiert auch nichts.“<BR /><BR /><b>Intensive Arbeitsnacht für Feuerwehren</b><BR /><BR />Wie sehr Tiere unter dem Böllern zu leiden haben, auch darüber gehen die Meinungen auseinander. Tierschutzvereine weisen Jahr für Jahr auf die Belastungen durch die Knallerei und die grellen Lichtblitze hin, sowohl Wild als auch Haustiere seien großem Stress ausgesetzt. Insbesondere Vögel haben demzufolge unter Feuerwerken zu leiden. In stetiger Alarmbereitschaft befinden sich in der Silvesternacht unterdessen Südtirols Feuerwehren. Vor einem Jahr mussten sie an Silvester zu 30 Einsätzen ausrücken, vorvergangenes Jahr waren es gar 60 Einsätze. Zumeist galt es, kleinere Entstehungsbrände zu löschen. Nicht auszudenken, was ohne ihren Einsatz an Silvester los wäre.