Ideator Peter Mair möchte damit alle Lenker von Fahrzeugen für die Sicherheit von Kindern sensibilisieren – und zwar nicht nur entlang des Schulwegs.<BR /><BR />„Wir sind als Cateringunternehmen viel unterwegs und immer wieder kommt es vor, dass Transparente, die zur Sensibilisierung für die Sicherheit von Kindern aufgestellt wurden, herunterhängen“, erzählt Mair. Zudem würden sie mit der Zeit nicht mehr so schön aussehen – und irgendwann auch nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit erregen.<BR /><BR />Ein Ereignis hat ihn aufgerüttelt: Wie so oft wollte Mair einmal Kindern ermöglichen, die Straße am Zebrastreifen zu überqueren. Doch sie gingen nicht los. „Zum Glück, denn ein Auto überholte mich rücksichtslos – es hätte schlimm geendet. Mir läuft es noch heute kalt über den Rücken, wenn ich daran denke“, blickt er zurück. „Die 3D-Figuren sind wetterbeständig und langlebig, und man schaut einfach hin. Sie sind ein Blickfang. Und dann geht man auch vom Gas und fährt vorsichtig. Das wäre das Ziel.“ <BR /><BR />In der Dämmerung und nachts können die Kinderfiguren sogar beleuchtet werden. Hergestellt werden sie im 3D-Druckverfahren und sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. In Gargazon wurden drei etwa 90 Zentimeter große Exemplare aufgestellt – zwei „Buben“ und ein „Mädchen“. Eine, zwei, drei oder auch mehr Figuren sind möglich – auch die Befestigung variiert. „Jede Gemeinde kann individuell entscheiden“, erklärt Peter Mair. <h3> Ein Projekt mit Ausbaupotenzial</h3>Gedacht sind die Figuren für unterschiedliche Stellen an Gemeindestraßen: u. a. bei Ortsein- und -ausgängen, vor Schulen und Kindergärten sowie in der Nähe von Lidos und Sportzone. „Überall, wo Kinder unterwegs sind“, fügt er hinzu. Auch mehrere Standorte in einer Gemeinde seien möglich. Ergänzt werden die Figuren durch ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht Kinder“. In Angriff genommen hat Mair sein Projekt mit dem NOI Techpark, Gargazon ist die Pilotgemeinde.<BR /><BR />Mair sieht „sehr viel Potenzial“, sein „KidSecur“-Projekt auszubauen und weiterzuentwickeln. So kann er sich beispielsweise vorstellen, bei einer Geschwindigkeitsanzeige einen 3D-Polizisten aufzustellen, um Autofahrer zusätzlich daran zu erinnern, langsamer zu fahren. „Ich bin für alles offen und schon mit Bürgermeistern in Kontakt“, sagt Mair. „Ziel wäre, in allen 116 Gemeinden solche Figuren aufzustellen.“<BR /><BR />Begeistert ist Gargazons Bürgermeister Bernhard Paris: „Es ist ein tolles Projekt. Und weil es die wichtigste Aufgabe einer Gemeinde ist, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, unterstützen wir es.“ Er kann sich vorstellen, „an mehreren Orten Figuren aufzustellen“.<BR /><BR /> Und Christoph Holzner, Erster Bürger der Gemeinde Tisens, ergänzt: „Mairs Idee ist grundsätzlich interessant. Und solche Figuren fallen Fahrzeuglenkern auch sicher besser ins Auge als Schilder oder Transparente. Wir warten nun auf ein Angebot“, betont der Bürgermeister.