Lange Zeit im Dornröschenschlaf, wurde der Bozner Kapuzinerpark in den vergangenen Jahren vor allem von Drogendealern, Drogenkonsumenten und Obdachlosen in Beschlag genommen. Jetzt kann das Land ein Projekt umsetzen, das neues Leben und vor allem ein neues Publikum in den Park locken soll.<BR /><BR /><BR />Der Park war in den vergangenen Jahren zu einem Umschlagsplatz für Drogen verkommen, die Bozner machten einen großen Bogen um die Grünanlage neben dem Stadttheater.<BR /><BR /><BR />Als sich die Beschwerden der Anrainer, vor allem in der Kapuzinergasse, über die offensichtliche Verwahrlosung häuften, startete die Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr ein Projekt: Im Frühjahr wurde der Kapuzinerpark für die Öffentlichkeit geschlossen und nur für Veranstaltungen, die von verschiedenen Bozner Vereinen angeboten wurden, geöffnet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258416_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Beendet wurde dieses zeitlich begrenzte Projekt im November mit dem Aufbau der Stände für den Christkindlmarkt, der am Dienstag zu Ende gegangen ist. Jetzt kann das Land mit der seit langem geplanten Neugestaltung des Kapuzinerparks beginnen. <h3> Baustart im Mai oder Juni: Kosten bei rund 2,7 Millionen Euro</h3>Zwar ist die Gemeinde Bozen für die Pflege und den Erhalt zuständig, das Oberflächenrecht für die Grünfläche hat der Kapuzinerorden, dem der Park gehört, aber dem Land abgetreten. Der Vertrag gilt bis 2039. Das Projekt Umbau wird also vom Land umgesetzt. Die Kosten liegen bei etwa 2,7 Millionen Euro, für die das Land aufkommt. <BR /><BR /><BR />„Mit dem Ende des Christkindlmarkts kann das Projekt ausgeschrieben werden. Ich schätze, dass im April die Arbeiten vergeben werden und im Mai, spätestens im Juni starten können“, erklärte Landesrat Christian Bianchi, zuständig u.a. für Hochbau und die Valorisierung des Vermögens.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258419_image" /></div> <BR /><BR /> „Das Projekt hat sich verzögert, auch weil das Denkmalamt zwei neue Zugänge zum Kapuzinerpark gegenüber dem Stadttheater und dem Trevi-Zentrum in der Kapuzinergasse genehmigen musste. Sie sollen den Park von außen sichtbarer machen“, so der Landesrat. <BR /><h3> Überdachte und flexible Bühne</h3><BR />Das Konzept für den Park selbst sieht den Bau eines Bistros vor, das von Privaten betrieben werden soll, aber auch einen Bereich mit einer überdachten und flexiblen Bühne für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen. Die Mauern werden ebenso saniert wie die Grünfläche, auf der neue Parkbänke installiert werden. <BR /><BR />„Mit der Neugestaltung, die in etwa sechs Monate dauern wird, möchten wir ein neues Publikum, vor allem Familien, in den Park holen, um die bisherigen Probleme zu lösen“, betonte Bianchi. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird der Park der Gemeinde Bozen übergeben, die dann über die zukünftige Verwaltung entscheiden muss; die Führung des Bistros muss ausgeschrieben werden.