In St. Michael an der Etsch (San Michele all’Adige) wurde ein Überblick zu den wichtigsten Krankheiten im Obstbau gegeben. Hauptthemen waren die „Bitterfäule“ (Apple Bitter Rot) und die „Glomerella Leaf Spot“. Es sind dies Krankheiten, die durch dieselbe Pilzart verursacht werden. Erstere lässt die Früchte verfaulen, letztere verursacht Flecken auf den Blättern, die zu Vergilbung und vorzeitigem Blattfall sowie zu Läsionen an den Früchten führen. <BR /><BR />Die Krankheit stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde 2019 erstmals in Italien nachgewiesen. Im Trentino trat sie 2023 auf, vor allem in den Tallagen. 2024 verschlimmerte sich die Situation. Der Bericht während der Tagung von Dr. Sabine Öttl vom Forschungszentrum Laimburg war sehr wertvoll. Untersuchungen von Südtiroler Forschern und Forscherinnen haben „Colletotrichum chrysophilum“ als Haupterreger der beiden Krankheiten identifiziert. <BR /><BR />Im Trentino wurden im Rahmen des Monitorings Proben von Blättern und Früchten von Pflanzen mit verdächtigen Symptomen entnommen. Etwa 20 Prozent der Proben waren positiv, aber mit einer sorgfältigen Abwehrstrategie konnte die Krankheit gut eingedämmt werden. <h3> Apfeltriebsucht ist gestiegen</h3> Während des Treffens wurde auch deutlich, dass sich die Apfeltriebsucht (Besenwuchs) verschlimmert hat. Das Monitoring durch die Edmund-Mach-Stiftung bestätigt den Anstieg des Auftretens der Krankheit, die auf Landesebene bei 1,7 Prozent liegt, im Vergleich zu 1,3 Prozent im Jahr 2023. <BR /><BR />Schließlich stellte sich auf der Tagung heraus, dass die Marmorierte Baumwanze inzwischen zu einem der größten Probleme für den Obstbau im Trentino geworden ist. Die gute Nachricht ist, dass der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln, die den Käfer eindämmen, zu positiven Ergebnissen führt.