Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das sind Südtirols 34 neue Seelsorgeeinheiten

Der Plan steht, die Umsetzung läuft. In der Diözese Bozen-Brixen wird es zukünftig 34 Seelsorgeeinheiten geben. Sie sollen bis 2022 schrittweise geschaffen werden. Die Neueinteilung wurde von Bischof Ivo Muser abgesegnet und soll für die kommenden 20 Jahre gelten.

Die neuen 34 Seelsorgeeinheiten. - Foto: Diözese BZ-BX
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Die neuen 34 Seelsorgeeinheiten. - Foto: Diözese BZ-BX

„Es ist verständlich, dass viele Pfarrgemeinden die Entwicklung der Kirche und die damit einher gehende Notwendigkeit größere Einheiten zu bilden mit Sorge sehen“, so Seelsorgeamtsleiter Reinhard Demetz.

Für 20 Jahre gültig

Im Frühjahr 2017 wurde bei verschiedenen Treffen in der ganzen Diözese ein neuer Plan für die Einteilung der Seelsorgeeinheiten vorgestellt (siehe detaillierte Karte im Anhang). Ziel war es, ein Konzept zu erarbeiten, das in einem Zeitrahmen von mindestens 20 Jahren noch tragfähig bleibt und den Veränderungen der heutigen Zeit gerecht wird.

Bis Ende Mai hatten alle Pfarreien die Möglichkeit, Rückmeldung zum neuen Plan zu geben und Änderungsvorschläge einzubringen. Das Seelsorgeamt hat den Sommer über den Plan überarbeitet. Er wurde von Bischof Ivo Muser nun in Kraft gesetzt.  

Prozess bis 2022 abschließen

Die neuen Seelsorgeeinheiten werden jetzt nach und nach gebildet. „Wir werden einen Zeitplan erstellen, in welcher Reihenfolge die neuen Seelsorgeeinheiten errichtet werden sollen. Das Ziel ist es, wie von der Synode vorgegeben, diesen Prozess bis 2022 abzuschließen“, so der Leiter des Seelsorgeamtes.   

Eigenheit: Stadtpastoral

Einen Sonderfall im Plan der Seelsorgeeinheiten bildet die sogenannte „Stadtpastoral“ in Bozen und Meran. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und des komplexen Zusammenspiels der Sprachgruppen erscheint die Bildungen von mehreren Seelsorgeeinheiten innerhalb des Stadtgebietes nicht sinnvoll. In der Stadtpastoral laufen die Fäden für gemeinsame Aktionen und Entscheidungen auf Stadtebene zusammen, um Kräfte zu bündeln und innovative Projekte auf den Weg zu bringen. 

Änderungen großteils eingearbeitet

„Durch die vielen und guten Rückmeldungen konnten wesentliche Verbesserungen vorgenommen werden“, so Seelsorgeamtsleiter Reinhard Demetz, der ergänzt: „Es wurde auf die einzelnen Wünsche aus den Pfarreien Rücksicht genommen, da die Neueinteilung die Pfarreien in ihrer Arbeit direkt betrifft. Allen Wünschen und Anliegen gerecht zu werden, ist natürlich sehr schwierig. Aber in den meisten Fällen konnten die Anliegen der Pfarreien umgesetzt werden.“

Demnach wurden einige geplante Seelsorgeeinheiten verkleinert, wiederum andere vergrößert. „Der Wunsch, bejahend in die Zukunft zu blicken und an der Ortskirche mitzubauen ist zum größten Teil spürbar“, so Demetz. 

stol

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stol