<b>Von Micaela Taroni</b><BR /><BR /> Das Boot mit 27 Personen an Bord, auf dem der kleine Mustafa, seine Mutter und ein Angehöriger reisten, sank am Silvesterabend unweit der Insel Lampedusa. <BR /><BR />Die italienische Küstenwache konnte 7 Personen, darunter den Buben und seinen Angehörigen retten. Weitere 20 Personen, darunter die Mutter des Kindes, werden vermisst. <h3> Ein bewegender Moment</h3>Der Bub wurde vom Personal des Roten Kreuzes auf Lampedusa behandelt. Dank eines Angehörigen konnte sich der Bub per Videoanruf mit dem Vater in Deutschland in Verbindung setzen. „Es war ein sehr bewegender Moment. Mustafa ist verunsichert, aber wohlauf“, berichtete ein Retter. Das Kind verbrachte die Nacht im Hotspot Lampedusa und wurde dann mit dem Angehörigen nach Sizilien gebracht, wo er seinen Vater treffen soll. <BR /><BR />Nach der Mutter wurde noch gesucht. Die Hoffnung, Schiffbrüchige lebend zu bergen, schwindet allmählich. Im Boot waren Migranten aus Syrien, dem Sudan und Ägypten.<BR /><BR />„20 Menschen haben es nicht geschafft, festen Boden zu erreichen. Zu wissen, dass diese armen Menschen fast am Ziel waren, aber nicht landen konnten, macht einen noch größeren Eindruck. Ich hoffe, dass dies wirklich die letzte Flüchtlingstragödie ist, die wir erleben müssen“, betonte der Bürgermeister von Lampedusa, Filippo Mannino (41). Insgesamt 278 Menschen sind allein in der Silvesternacht auf Lampedusa angekommen.