Donnerstag, 31. Dezember 2020

Das war das Jahr 2020

Das Jahr 2020 ist vorbei – und viele sind froh, es hinter sich zu lassen. Im Jahresrückblick beleuchten wir noch einmal die meistgelesenen Themen je Monat.

Vor dem Sprung ins Neue Jahr schauen wir noch einmal zurück – im STOL Jahresrückblick.
Badge Local
Vor dem Sprung ins Neue Jahr schauen wir noch einmal zurück – im STOL Jahresrückblick. - Foto: © shutterstock
Das Jahr 2020 trägt ohne Frage den Titel „Corona und auch in der Liste der meist geklickten Artikel bei STOL ist das Thema stark vertreten.

Für den Jahresrückblick haben wir die 10 meist geklickten Artikel pro Monat zusammengesucht und so die wichtigsten Themen herausgefiltert.

Jänner:

Das wohl prominenteste Thema im ersten Monat des Jahres 2020 für Südtirol war der schreckliche Unfall in Luttach in der Nacht des 5. Jänner, bei dem ein junger Südtiroler mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge raste: 6 Menschen starben noch am Unfallort, eine Frau erlag einen Tag später ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Kein anderes Thema bewegte die Leser so stark wie das Gespräch mit den Eltern des Unfalllenkers sowie die Worte der Familie eines Unfallopfers an die Südtiroler.

Auch das tragische Schicksal von Janine Rita Benecke berührte: Die junge Deutsche hatte wenige Jahre zuvor den Kampf gegen den Krebs gewonnen und kam bei dem Unfall in Luttach ums Leben.

Der Unfalllenker selbst bereute das Unglück zutiefst und erklärte durch seinen Verteidiger: „Es wäre besser gewesen, ich wäre gestorben anstelle der anderen Menschen.“

Aber auch eine schöne Geschichte passierte im Jänner, als das Hochzeitsaufgebot von Altlandeshauptmann Luis Durnwalder und Angelika Pircher ausgehängt wurde.

Februar:

Was sich zunächst augenscheinlich „nur“ im fernen Osten abgespielt hatte, erreichte im Februar auch Südtirol: Das Coronavirus.

Der Bericht um den ersten bestätigten Fall in Südtirol am 24. Februar war mit mehr als 266.000 Klicks der meistgelesene Artikel des Monats.

Ebenfalls viel gelesen wurde der Folgeartikel am nächsten Tag, in dem von 3 weiteren Verdachtsfällen berichtet wurde.

Knapp darunter (mit rund 245.000 Klicks) lag ein Video der perfekten Paarungen der Sternzeichen. Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Ebenfalls im Februar ereignete sich die brutale Attacke auf den Nachtportier des Hotels Laurin in Bozen. Ein Überwachungsvideo zeigte den Angriff, in einem Interview berichtete das Opfer vom Vorfall.

Im Februar ereignete sich zudem ein tragischer Arbeitsunfall in Sand in Taufers, bei dem ein 16-Jähriger von einem herabfallenden Baumwipfel getroffen und schwer verletzt wurde. Er erlag wenig später seinen Verletzungen.

März:

Im März zeigten sich bereits die ersten Auswirkungen der Coronakrise und des Lockdowns – auch im Guten!

So präsentierte sich das Wasser in den Kanälen von Venedig so sauber wie schon seit langem nicht mehr, wie ein beeindruckendes Video zeigte.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Der STOL-Artikel zum Video wurde rund 404.000 Mal angeklickt – ein rekordverdächtiges Ergebnis.

Ebenfalls gut gelesen wurde eine der ersten Übersichten zu den Coronafällen in den einzelnen Gemeinden (rund 344.000 Aufrufe).

Im März hielt vor allem eine Debatte die Bevölkerung in Atem: Werden die Schulen aufgrund der Coronakrise geschlossen oder nicht? Am 4. März sollte hier eine Entscheidung fallen – plötzlich und mit sofortiger Gültigkeit. Lehrende und Studierende verließen am Mittwoch die Schulgebäude und kehrten für lange Zeit nicht mehr zurück.

Am 8. März unterzeichnete Ministerpräsident Giuseppe Conte schließlich das erste von zahlreichen Dekreten, mit dem 15 Gebiete in Italien – darunter die Lombardei – zur Sperrzone erklärt wurden.

Auch im März wurde Südtirol von einer grauenhaften Tat erschüttert: Der Mord an der jungen Mutter und Lokalbetreiberin Barbara Rauch aus Eppan schockierte und versetzte das Land in Trauer.

Sie wurde in der Nacht auf den 10. März im „Bordeauxkeller“ erstochen, unter dringendem Tatverdacht steht ein Bekannter der Frau. Der Mord löste eine Welle der Solidarität sowie eine neue Bewegung gegen Gewalt an Frauen aus: „Es geat di a un“.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



April:

Auch im April ist das Thema Corona und Lockdown stark vertreten, am meisten gelesen wurde der Artikel zur definitiven Schließung der Schulen bis zum Herbst (mit rund 362.000 Aufrufen).

Auch die ersten Erleichterungen (rund 192.000 Aufrufe) sowie die Lockerungen in Südtirol nach dem ersten Lockdown interessierten die Leser (rund 136.000 Aufrufe).

Die schockierende Meldung einer unterlassenen Hilfestellung am Berg sorgte am Ostermontag für Aufregung: Ein Wanderer aus dem Ahrntal hatte am Ostersonntag einen Herzstillstand erlitten, wenig später starb er. Der Sohn erklärte, ein unbekannter Wanderer habe sich geweigert, Hilfe zu leisten und sich entfernt.

Ebenfalls große Trauer löste der Tod des Tierarztes Ernst Stifter in Eppan aus: Er war mit seinem Motorrad gegen ein Fahrzeug geprallt, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Mai:

Der meistgelesene Artikel im Mai berichtete ebenfalls von einem furchtbaren Unfall, diesmal in Martell, bei dem ein 16-Jähriger sein junges Leben verlor.

Mit 150.000 Klicks auf Platz 2 im Mai landete der Südtiroler Sonderweg, mit dem das Land in Phase 2 und erstmals wieder aus dem Lockdown trat. Auch die zur neuen Phase passende Eigenerklärung wurde eifrig geklickt.

Ein Interview mit Sonia Spornberger, der Vorsitzenden des Katholischen Südtiroler Lehrerbunds, zur Entwicklung der Schule in Zeiten des Fernunterrichts wurde 104.000 Mal geklickt.

Mit großen Enthusiasmus wurde auch die Nachricht, dass Italien am 3. Juni die Grenzen öffnen werde, angenommen (102.000 Klicks).

Juni:

Der Sommermonat Juni brachte viel Sonnenschein, doch leider wurde er von gleich mehreren furchtbaren Unglücken überschattet.

So verlor der Bergretter Lukas Forer am 7. Juni bei einer Rettungsübung an den Reinbach-Wasserfällen auf tragische Weise sein Leben.

Eine 40-jährige Mutter zweier Kinder aus Venetien kam bei einem Bergunglück im Ahrntal ums Leben. Sie war alleine weitergewandert, der Mann und die beiden Kinder blieben zurück und warteten – leider vergeblich.

Ebenfalls im Juni ertrank ein junger Mann im Kalterer See, nachdem er von einem Tretboot ins Wasser gesprungen, aber nicht mehr aufgetaucht war.

Für Aufregung sorgten zahlreiche Touristen aus Österreich und Deutschland, die trotz Reisebeschränkungen ihren Urlaub in Jesolo verbrachten (112.000 Aufrufe).

Und: Schon zu Beginn des Monats wurde in Italien ein Anstieg der Neuinfizierten festgestellt (105.000 Aufrufe). Dafür wurden weniger Todesopfer verzeichnet.

Juli:

Deutlich am meisten interessiert hatte im Juli der Bericht über den Direktor des Tourismusvereins Badia/Abtei, Jan Paul Bernardi, der die Quarantäne nicht eingehalten hatte, und dessen daraus resultierende Kündigung (145.000 Aufrufe).

Am 11. Juli zogen heftige Unwetter über Südtirol, die zu rund 100 Einsätzen führten. Neben Hagelschlag und umgestürzten Bäumen ging in St. Vigil zudem eine Mure ab, die die Straße verlegte.


Am 10. Juli stürzte ein Motordrachen in einem Maisfeld nahe dem Kloster Neustift bei Brixen ab, der Pilot überlebte den schweren Unfall nicht.

Nur einen Tag zuvor, am 9. Juli, verlor ein 38-Jähriger aus Branzoll bei einem Unfall auf der A22 sein Leben.

Groß war die Trauer auch in Barbian, als ein 46-Jähriger nach einem schweren Verkehrsunfall seinen Verletzungen erlag.

August:

Im August wüteten schwere Unwetter im Land, die zu zahlreichen Einsätzen der Rettungskräfte führten. Am 22. August wurden in Meran die Lauben überflutet (215.000 Aufrufe).

Aber auch schon am 11. August hatten die Unwetter Südtirol fest im Griff: Keller wurden überschwemmt, Bäche liefen über, die Pusterer Sonnenstraße wurde von einer Mure verlegt (177.000 Aufrufe).

Ende August schließlich trat der Eisack über die Ufer, zahlreiche Personen mussten evakuiert werden (171.000 Aufrufe).

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Ebenfalls im August kam es zu einer erschreckenden Begegnung im Trentino: Ein Carabiniere wurde nachts bei einem Spaziergang mitten im Dorf Andalo von einem Bären überrascht und angegriffen (135.000 Aufrufe).

Mitte des Monats kam es zu einer Entscheidung in der 600-Euro-Affäre rund um die SVP-Politiker Gert Lanz, Arnold Schuler und Helmut Tauber: Sie wurden mit Sanktionen belegt (110.000 Aufrufe).

September:

Auch der Monat September wird von einer traurigen Nachricht angeführt: Am meisten gelesen wurde der Bericht über den Bergunfall einer 35-Jährigen aus Vahrn, die beim Alpinklettern im Schlerngebiet in den Tod stürzte.

Der September war jedoch auch der Monat der Gemeinderatswahlen 2020: In 113 von 116 Gemeinden wurden am 20. und 21. September sowohl Bürgermeister als auch Gemeinderat neu gewählt. Es kam zu vielen Neuerungen, in vielen Gemeinden änderte sich aber auch wenig. Ab 9 Uhr berichtete STOL live von der Auszählung der Wahl (der Grundartikel wurde 132.000 Mal aufgerufen).

Auf Platz 3 der meist geklickten Artikel im September schaffte es wieder ein Unwetter, diesmal in Meran am 25. September, wo erneut mehrere Bäume entwurzelt wurde (130.000 Aufrufe).

Am 13. September verunglückte ein 54-Jähriger tödlich am Hochgall: Er stürzte rund 150 Meter in die Tiefe und starb noch an der Unfallstelle.

Ebenfalls im September wurde im Pustertal der erste tödliche Zeckenbiss festgestellt: Ein 80-Jähriger erlag einer FSME-Erkrankung.

Oktober:

Nach Corona-beruhigten Sommermonaten stand der Oktober wieder voll im Zeichen des Virus – und damit auch die Berichterstattung.

Meist gelesen war der Artikel rund um die Regeln des sanften Lockdowns in Südtirol Ende Oktober, mit 240.000 Aufrufen.

Auch die anschließende Einführung der Sperrstunde für Bars und Restaurants sowie anderer Regeln wurde eifrig geklickt (236.000 Aufrufe).

Die dritt-meisten Klicks im Oktober (205.000 Aufrufe) erzielte ein Unwetterbericht über das hintere Passeiertal, das durch die starken Unwetter und daraus folgende umgestürzte Bäume und überfüllte Bäche komplett von der Außenwelt abgeschnitten wurde.

Auch die Meldung des deutschen Robert-Koch-Instituts, Südtirol zum Risikogebiet zu erklären, sorgte für Aufregung.

November:

Wie schon der Oktober stand auch der November ganz im Zeichen von Corona. Im Vordergrund standen hier jedoch neben den Verordnungen auch die Massentests.

So wurde der Artikel zum Ergebnis des ersten Testtags am Freitag, 20. November 332.000 Mal aufgerufen, auch die Folgeartikel von Tag 2 am Samstag und Screening-Tag 3 am Sonntag wurde eifrig gelesen.

Der Bericht zum Lockdown in Südtirol am 2. November, der beinhaltete, dass Restaurants und Lokale schließen müssen und zeigte, dass die eingeführten Maßnahmen härter als erwartet waren, wurde 328.000 Mal angeklickt.

Die Einstufung von 6 weiteren Südtiroler Gemeinden als rote Zone Anfang November schaffte es mit 241.000 Aufrufen auf Platz 3 im November.

Dezember:

Im Dezember stand vor allem eine Frage im Raum: Wie würden die Maßnahmen an den Feiertagen ausfallen?

Die Artikel zum Thema waren bestgelesen in diesem Monat, darunter nicht nur die Einstufung Italiens als rote Zone während der Festtage (152.000 Aufrufe), sondern auch die Einreisebestimmungen nach Südtirol an Weihnachten (141.000 Aufrufe).

Kurz vor den Feiertagen machten die Polizisten in Innsbruck einen traurigen Fund: Der Leichnam des seit Mitte November in Wattens vermissten Südtirolers Moritz Messner wurde im Inn entdeckt.

Anfang Dezember fielen in vielen Teilen Südtirols große Mengen Neuschnee, darunter auch in Pfelders, wo eine Lawine den Hof von Martin Schwaigl unter sich begrub.

Das Video von der Lawine (s+) wurde rund 129.000 Mal aufgerufen.

Damit beenden wir den Jahresrückblick von STOL – und wünschen all unseren Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2021!

liz

Alle Meldungen zu: