Unsere Infografik zeigt, in welchen Jahren es die kältesten Winter in Südtirol gab. <BR /><BR />„Im Winter 1879/1880 wurden in Bozen durchschnittlich minus 2,4 Grad Celsius gemessen, 1928/1929 waren es minus 1,9 Grad Celsius“, weiß Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Damit zählen sie zu den kältesten Wintern seit Messbeginn.<BR /><BR />Unter Winter verstehen Meteorologen die drei Monate Dezember, Jänner und Februar. Dass die „kalte“ Jahreszeit längst nicht mehr das ist, was sie war, bestätigt ein Blick auf die Daten: Betrug die mittlere Temperatur in Bozen im Winter 1850/1851 1,5 Grad Celsius, waren es 100 Jahre später, im Winter 1950/1951, gar 0,7 Grad Celsius. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1258656_image" /></div> <BR />Seit den 1970er-Jahren steigen die mittleren Temperaturen aber kontinuierlich an. „Die mildesten Winter in Bozen mit einer mittleren Temperatur von 5,3 Grad Celsius waren die Winter 2006/2007 und 2023/2024“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. <BR /><BR />Die Winter werden tendenziell wärmer, wie auch generell die Jahre. „Das ist aber kein kontinuierlicher Anstieg, sondern es gibt Schwankungen“, berichtet der Experte. Trotz der generellen Erwärmung gebe es zwischendurch auch mal kühlere Winter. <BR /><BR />Seltener und kürzer werden hingegen Kältewellen. In den vergangenen Jahren wurden dennoch mancherorts Temperaturen weit unter minus 20 Grad Celsius gemessen: Die tiefste Temperatur im Vorjahr wurde am 23. November in Sexten mit minus 17,4 Grad gemessen. Sexten war auch der Kältepol Südtirols in den Jahren 2024 (minus 21,7 Grad) und 2023 (minus 20,5 Grad). <h3> Peterlin: „Kältewelle hält die ganze Woche an“</h3> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/ist-endlich-schnee-in-sicht-in-suedtirol" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Südtirol hat die bislang kälteste Nacht hinter sich. Kältepol war Sexten mit minus 19 Grad.</a> „Auf den Bergen wurde der Höhepunkt der Kältewelle dagegen bereits überschritten, hier wurden vorgestern Nacht minus 25 Grad gemessen, und zwar auf Südtirols höchster Wetterstation, dem Signalgipfel des Wilden Freigers in 3.400 Metern Höhe.“ Laut dem Landesmeteorologen bleibt es die noch ganze restliche Woche kalt. Danach dürfte es laut Peterlin wieder etwas milder werden.