Montag, 10. August 2015

Das Weiße Kreuz feiert Geburtstag

Einer der größten Vereine des Landes feiert heute seinen 50. Geburtstag: Das Weiße Kreuz wurde am 10. August 1965 in Bozen aus der Taufe gehoben. Ein halbes Jahrhundert später ist der Landesrettungsverein mit 33 Sektionen in Südtirol und in der Provinz Belluno tätig.

Von rechts: Vizepräsident Rammlmair, Präsidentin Siri, Direktor Bonamico und Sektionsleiter Bozen Falser - Foto: WK
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Von rechts: Vizepräsident Rammlmair, Präsidentin Siri, Direktor Bonamico und Sektionsleiter Bozen Falser - Foto: WK

Die Pioniere des Weißen Kreuzes hätten sich vor 50 Jahren niemals träumen lassen, dass sie den Grundstein für den heute leistungsstärksten Rettungsverein im Land legen würden.

Mit 15 verschiedenen Dienstleistungen – vom Rettungsdienst über Krankentransport bis hin zu Ausbildung, Zivilschutz, Pistenrettung und Notfallseelsorge, einer gemeinsamen Einsatzzentrale für den Krankentransport mit dem Roten Kreuz, einem Fuhrpark von über 200 Einsatzfahrzeugen, fast 40 Prozent Frauenanteil bei den Helfern, rund 2800 Freiwilligen und etwa 380 Angestellten – ist der Landesrettungsverein für die Zukunft bestens gerüstet.

Das Weiße Kreuz hat den Notarztdienst und die Flugrettung im Land ins Leben gerufen, die halbautomatische externe Defibrillation eingeführt und damit zahlreiche Leben gerettet, für die Anerkennung der Ausbildungsstufen A, B und C gekämpft und mit dem Auf- und Ausbau der Jugendarbeit die Zukunft der Freiwilligkeit im Verein gesichert. Mit der Mitarbeit in Netzwerken auf italienischer und europäischer Ebene blickt man über den Tellerrand hinaus.

 

Pater Robert segnete am Montag vor der Stiftskirche in Gries die Rettungswagen sowie die Mitglieder. - Foto: WK

 

Über 56.000 Mitglieder

Die über 56.000 zahlenden Mitglieder – Tendenz steigend – und die gute Resonanz bei den Zuweisungen der fünf Promille der Einkommensteuer untermauern den Stellenwert des Weißen Kreuzes.

Übrigens: Von den etwa 1,685 Millionen Arbeitsstunden des Vereins leisteten die Freiwilligen im Vorjahr ca. 980.000 Stunden. Die Bodenrettung rückte 2014 zu 51.126 Einsätzen aus, transportierte dabei 52.689 Patienten und legte 1.463.904 Kilometer zurück.

97.758 Krankentransporte wurden für den Südtiroler Sanitätsbetrieb abgewickelt. Dabei wurden 127.352 Patienten transportiert und über vier Millionen Kilometer zurückgelegt. 

„Die Pioniere haben vor 50 Jahren den Grundstein für unseren Verein gelegt – aufbauend auf der festen Überzeugung an das Ehrenamt und an die Nächstenliebe“, sagt die seit Juni amtierende Vereinspräsidentin Barbara Siri: „Sie haben große Leistungen erbracht und viele Mühen auf sich genommen.“

fm/D

stol