Donnerstag, 26. Oktober 2017

Daten vorgestellt: Einwanderer sind geburtenfreudiger

Ende 2016 lebten in Südtirol 46.794 Ausländer mit regulärem Wohnsitz. Damit machen die Einwanderer 8,9 Prozent der Südtiroler Bevölkerung aus und die Einwanderer-Rate ist somit höher als italienweit mit einem Prozentsatz von nur 8,3 Prozent. Diese Zahlen wurden am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz zum Einwanderungsrapport 2017 vorgestellt.

Landesrat Philipp Achammer, Federica Dalla Pria von der Alexander-Langer-Stiftung und Karin Girotto von der  Genossenschaft Savera. - Foto: DLife
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Landesrat Philipp Achammer, Federica Dalla Pria von der Alexander-Langer-Stiftung und Karin Girotto von der Genossenschaft Savera. - Foto: DLife

Im Bundesland Tirol ist der Ausländer-Anteil mit 15 Prozent und 111.626 Menschen deutlich über der Südtiroler Rate. Dass in Südtirol die Einwanderer zugenommen haben, liege laut Federica Dalla Pria von der Alexander-Langer-Stiftung an der viel höheren Geburtenrate der eingewanderten Frauen.

Diese bekommen im Schnitt 2,5 Kindern, eine Südtirolerin nur 1,7 Kinder. Ohne Babys wäre der Südtiroler Einwanderungssaldo gar negativ.

Flüchtlinge mit abgelehntem Asylantrag kommen nach Südtirol

Ein künftiges Problem mit dem sich Südtirol als Grenzland zunehmend werde auseinandersetzen müssen, seien die Flüchtlinge und illegalen Einwanderer aus Deutschland und Österreich. „Flüchtlinge, denen man dort den Asylantrag abgelehnt hat, kommen jetzt gen Süden und versuchen es hier. Gleichzeitig kommen jene Flüchtlinge zu uns, weil der Dublin-III-Vertrag vorsieht, dass sie in der EU dort Asyl beantragen müssen, wo das erste Mal die Fingerabdrücke genommen wurde“, so Dalla Pria.  

stol/lu

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