Mittwoch, 08. Januar 2020

Dauer-Smog in Norditalien: Fahrverbote in den Großstädten

Mit umfangreichen Fahrverboten kämpfen zahlreiche Großstädte in Italien gegen die Luftverschmutzung an. Wegen des anhaltenden Hochdruckwetters hat der Smog im Piemont, in der Lombardei und in Venetien zugenommen. So haben mehrere Städte, darunter Mailand und Turin, Maßnahmen gegen die schlechte Luftqualität ergriffen, berichteten italienische Medien.

In Italien ist die Luftverschmutzung seit Wochen hoch.
In Italien ist die Luftverschmutzung seit Wochen hoch. - Foto: © ANSA / Alessandro Di Marco

In Turin wurde ein Fahrverbot für Diesel-Autos der Schadstoffklasse bis zu Euro 4 verhängt. Verschlechtert sich die Lage, könnten auch Euro-5-Fahrzeuge, die bis 1. Jänner 2013 zugelassen wurden, nicht mehr fahren dürfen. In weiteren 20 Kommunen um Turin wurden überhöhte Smogwerte gemeldet. In Mailand lagen die Feinstaubwerte (PM10) bei 45,8 Mikrogramm pro Kubikmeter. Daher wurde ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Dieselmotoren bis Euro 4 verhängt.




Die Feinstaubwerte lagen auch in Como und Cremona zehn Tage lang über dem Limit. Deshalb könnte es in der Lombardei zu ausgeweiteten Fahrverboten kommen.

Schritte zur Reduzierung der Auswirkungen des Autoverkehrs wurden auch auf dem Festland von Venedig, in Padua, Vicenza und Treviso gesetzt.„Maßnahmen zur Einschränkung der umweltschädlichen Emissionen müssen zur politischen Priorität der Lombardei werden“, forderte der Umweltschutzverband Legambiente.





In Italien ist die Luftverschmutzung seit Wochen hoch. Die hohe Feinstaubkonzentration ist unter anderem auf das warme und sonnige Wetter sowie auf zu wenig Regen und Wind zurückzuführen. Der Norden Italiens inklusive der Po-Ebene litt am stärksten unter der Smogbelastung.
Trotz Smogalarms und schlechter Luftqualität können die meisten Italiener nicht auf ihr Auto verzichten. Der Pkw ist immer noch das meistverbreitete Verkehrsmittel, um in Italien in die Arbeit zu kommen.

apa