Zu den wichtigsten Neuerungen der Dauerzählung gehört die Tatsache, dass jedes Jahr nur mehr eine Stichprobe von Gemeinden und - in diesen Gemeinden - nur mehr ein Teil des Gemeindegebietes betroffen sein wird. Nur die Haushalte und Wohnungen, die sich dort befinden, werden erhoben. <BR /><BR />Da die Zählung im Jahr 2020 coronabedingt ausgesetzt wurde, fällt die Stichprobe heuer umfangreicher aus: 2021 nehmen in Südtirol 72 Gemeinden und rund 24.650 Haushalte daran teil. Mit dieser Methode soll einerseits der Aufwand für die Bürger verringert werden, die den Fragebogen ausfüllen, andererseits aber auch die Arbeit der Gemeinden, die seit jeher als Drehscheibe bei den Zählungen fungieren, schreibt das Istat in der Aussendung.<BR /><BR />Im Jahr 2021 fallen folgende Gemeinden in die Stichprobe: Abtei, Ahrntal, Aldein, Algund, Auer, Bozen, Branzoll, Brenner, Brixen, Bruneck, Enneberg, Eppan, Feldthurns, Gais, Graun, Hafling, Kaltern, Karneid, Kastelbell-Tschars, Kastelruth, Kiens,Klausen, Laas, Lajen, Lana, Leifers, Margreid, Marling, Martell, Meran, Montan, Moos im Passeier, Mühlwald, Naturns, Olang, Partschins, Pfalzen, Plaus, Prad am Stilfserjoch, Prags, Prettau, Proveis, Ratschings, Riffian, Ritten, Sand in Taufers, Schenna, Schlanders, Schnals, Sexten, St. Christina Gröden, St. Martin im Passeier, St. Martin in Thurn, St. Pankraz, St. Ulrich, Sterzing, Stilfs, Terenten, Terlan, Tiers, Tirol, Tisens, Tramin, Truden, Tscherms, Vahrn, Villanders, Vintl, Völs am Schlern, Vöran, Welsberg-Taisten, Welschnofen. <BR /><BR /><b>Die Haushalte füllen den Fragebogen über Internet aus</b><BR /><BR />Eine weitere wichtige Neuerung betrifft den Ausfüllmodus der Fragebögen: Diese sollen möglichst selbstständig über Internet ausgefüllt werden. Zusätzlich gebe es noch die Möglichkeit, sich an den Bürgerschalter der Gemeinde zu wenden. Es gebe keine Papier-Fragebögen mehr, schreibt das Istat weiter.<BR /><BR /><b>Teilnahmepflicht für die Haushalte</b><BR /><BR />Das Istat beziehungsweise das Astat sind gesetzlich zur Durchführung dieser Erhebung und der Haushalt zur Auskunft verpflichtet. Die gesammelten Informationen unterliegen dem Datenschutz und dem statistischen Geheimnis. Die Ergebnisse der Erhebung werden in zusammengefasster Form verbreitet, weshalb Rückschlüsse auf die Personen, auf die sich die Daten beziehen, ausgeschlossen sind.<BR /><BR /><b>Wofür werden die Daten verwendet?</b><BR /><BR />Dank der gemeinsamen Nutzung der erhobenen Informationen und der Daten aus Verwaltungsdatenbanken ist man durch die Dauerzählung der Bevölkerung in der Lage, jährlich Informationen zu liefern, die die<BR />gesamte Bevölkerung repräsentieren, aber gleichzeitig Kosten zu sparen und die Belastung für die Haushalte zu reduzieren. Die Informationen dienen den öffentlichen Entscheidungsträgern (Staat, Region,<BR />Provinz, Gemeinde), Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Körperschaften und Organisationen zur sinnvollen Planung ihrer Aktivitäten und Projekte, zur Erbringung von Dienstleistungen für die Bürger und zur<BR />Überwachung von getroffenen Maßnahmen und Eingriffen im Land, teilt das Istat mit.<BR /><BR />Das Landesinstitut für Statistik (Astat) koordiniert und kontrolliert die ordnungsgemäße Durchführung der Zählungstätigkeiten und unterstützt die Gemeinden in den einzelnen Phasen der Zählung. Ab 2021 wird die amtliche Bevölkerungszahl alle 5 Jahre durch Dekret des Präsidenten der Republik auf der Grundlage der Ergebnisse der Dauerzählung der Bevölkerung bestimmt.<BR /><BR />Die Sprachgruppenzählung, die bisher zusammen mit der Volkszählung durchgeführt wurde, findet dieses Mal zwischen Januar und April 2022 statt, mit Stichtag zum 31. Dezember 2021. Zum ersten Mal werden die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärungen beziehungsweise Sprachgruppenzuordnungserklärungen informatisch erfasst, schreibt das Istat abschließend.