"Aber auch Tierhalter aus anderen Gemeinden des Burggrafenamtes nutzen die Einrichtung, obwohl sie sich in den letzten Jahren nicht mehr an den Betriebskosten beteiligt haben", kritisiert der Meraner Finanzstadtrat Nerio Zaccaria.Dabei schreibe der städtische Schlachthof in der St.-Josef-Straße bereits seit 2004 einen jährlichen Verlust von 100.000 Euro. "So kann es nicht mehr weiter gehen", so Zaccaria. "Es kann doch nicht sein, dass die Stadtgemeinde Meran jedes Jahr 100.000 Euro ausgeben muss, um die Führungskosten einer Struktur zu decken, die die Meraner selbst nur in einem sehr begrenzten Maße in Anspruch nehmen. Die auf Antrag von Meranern durchgeführten Schlachtungen machten nur 4,4 Prozent der insgesamt vorgenommenen Schlachtungen aus. „Wir werden deshalb noch einmal versuchen, die Gemeindeverwalter des Burggrafenamtes an einem Tisch zu versammeln, um eine Alternative zu finden. Sollte uns dies nicht gelingen, scheint uns die Zusammenlegung aller Schlachthöfe in eine einzige, gemeinsame Struktur in Bozen eine um einiges weitsichtigere Lösung", so Zaccaria. Was aus dem alten Schlachthof in der St. Josef-Straße werden soll, hat die Meraner Stadtverwaltung bereits klare Vorstellungen: "Das Gelände soll mittelfristig der Jugendtätigkeit zugeführt werden", so Bürgermeister Günther Januth.