Nach Angaben von Beobachtern hält sich das Tier bereits seit längerer Zeit in der Lagune auf. Experten zufolge macht der Delfin einen gesunden Eindruck. Zugleich warnen sie vor den Gefahren, die mit seinem Aufenthalt in stark befahrenen Gewässern verbunden sind. Sie appellieren an Bootsfahrer und Besucher, ausreichend Abstand zu halten und das Tier nicht zu verfolgen.<BR /><BR />Besonders davon abgeraten wird, den Delfin zu füttern. Fachleute betonen, dass menschliche Eingriffe sein natürliches Verhalten verändern und seine Sicherheit gefährden könnten. Die wiederholten Sichtungen haben bei Bewohnern und Touristen gleichermaßen Interesse geweckt. Naturschützer hoffen jedoch, dass die Aufmerksamkeit für „Mimmo“ nicht zu einer zusätzlichen Belastung für das Tier wird.<BR /><BR />Besonders kritisch sehen die Experten seinen wiederholten Aufenthalt im stark befahrenen Becken von San Marco - direkt vor dem Markusplatz, einem der meistbesuchten Orte der Lagunenstadt. Dort drohen dem Delfin Verletzungen durch Propeller oder Stress durch permanente Störungen.<BR /><BR />Historisch waren sowohl Große Tümmler (Tursiops truncatus), zu denen Mimmo gehört, als auch Gemeine Delfine (Delphinus delphis) in der gesamten Adria verbreitet - auch in der Lagune von Venedig. Während die Bestände der Gemeinen Delfine bereits vor Jahrzehnten durch menschliche Einflüsse drastisch zurückgingen, kommen Große Tümmler in der Adria weiterhin vor, meiden jedoch üblicherweise die Lagunenbereiche. Gerade deshalb ist Mimmos dauerhafte Präsenz dort so ungewöhnlich.<BR /><BR />Frühere Versuche, Mimmo mit akustischen Signalen zurück ins offene Meer zu treiben, blieben erfolglos. Ein Einfangen und Umsiedeln halten Fachleute für riskant und nicht vertretbar. Ein respektvoller Umgang mit Wildtieren sei daher entscheidend, um Mimmo nicht weiteren Gefahren auszusetzen.