Gestern wurde in Bozen eine erste Bilanz gezogen. Man will dort eingreifen, wo in der Alzheimer-Behandlung im öffentlichen Gesundheitssystem Mängel existieren und wo die Menschen mehr Hilfe benötigen. Beispielsweise bei langen Wartezeiten für eine Erstvisite oder langen Verzögerungen bei der Pflegeeinstufung. Es soll die öffentlichen Leistungen aber nicht ersetzen, sondern ergänzen.<BR /><BR />„Es reicht nicht, nur schnell zu sein und irgendwie zu helfen, am Ende muss es auch einen Mehrwert geben“, erklärt Seitz. Dabei wurde zuvor geprüft, was einen solchen Mehrwert bringen könnte. Vor allem therapeutische Leistungen seien ein großes Thema. „In den Gesprächen mit Betroffenen und ihren Angehörigen zeigt sich, wie wichtig es für sie ist, eine Person zu haben, der sie ihre Sorgen erzählen können“, weiß Ergotherapeutin Alessandra Lutz. <h3> Volksbank unterstützt mit etwa 15.000 im Jahr </h3>Das Projekt wird vom Verein ASAA in Zusammenarbeit mit der Volksbank Südtirol geführt. Neben der finanziellen Unterstützung von etwa 15.000 Euro im Jahr führt die Volksbank auch eine wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Leistungen durch. Das passiert in Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern des Zentrums „Triadi“, einem Tochterunternehmen des Polytechnikums Mailand.<BR /><BR />Seit 2024 läuft die Initiative bereits und gestern wurde eine Bilanz des Jahres 2025 gezogen. Insgesamt haben bereits 524 Personen landesweit die kostenlosen Leistungen in Anspruch genommen. Zu den Leistungen zählen unter anderem Screenings, Ergotherapie, Logopädie, psychologische Unterstützung und Rechtsberatung.<h3> Über 1.300 Personen bei Veranstaltungen erreicht</h3>Innerhalb des Projekts wurden über 1.300 Personen im Rahmen von 20 Informationsveranstaltungen und 10 Sensibilisierungsveranstaltungen erreicht. Weiters wurden 158 kognitive Screenings durchgeführt.<BR /><BR />Die meisten Personen, die die Hilfe in Anspruch genommen haben, sind laut der Auswertung der Zahlen über 60 Jahre alt. Es habe sich jedoch gezeigt, dass das Alter der Erkrankten stark variiert und bereits Personen im Alter von 40 Jahren zu den Betroffenen gehören. Das Ziel des Projekts sei es auch, jüngere Altersgruppen anzusprechen, um Bedarf frühzeitig zu erkennen.<BR /><BR />Ein großer Fokus bei den wissenschaftlichen Erhebungen lag auch auf der Auswertung des wirtschaftlichen Werts. Dabei stellte sich heraus, dass durch den im Rahmen des Projekts bereitgestellten Zugang zu Leistungen Kosten eingespart und die Lebensqualität der Begünstigten und ihrer Pflegekräfte verbessert wurde.