Die Sperre wird zwischen der Mautstelle Schönberg und Brenner in beide Fahrtrichtungen gelten, hielten die Verantwortlichen gegenüber Journalisten im Innsbrucker Landhaus fest. <BR /><BR />Die Demo soll an dem Samstag auf einem Parkplatz der Brennerautobahn im Bereich der Autobahnanschlussstelle bei Matrei durchgeführt werden. Mühlsteiger hatte bereits zweimal eine solche Protestversammlung beantragt. Beide Male wurde dies aber von der Behörde per Bescheid untersagt. <BR /><BR />Im vergangenen Jahr gab dann das Tiroler Landesverwaltungsgericht einer Beschwerde des Bürgermeisters Folge und hob den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft auf. Sie sah das Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt. Eine Untersagung der Demonstration gegen eine hohe Verkehrsbelastung am Brenner und im Wipptal „mit einer hohen Verkehrsbelastung zu begründen, führt im Grunde die Versammlungsfreiheit ad absurdum“, hieß es etwa.<BR /><BR />Die Bezirkshauptmannschaft hatte das ursprüngliche Nicht-Erlauben der Demo unter anderem mit einer „extremen, weiträumigen, langwährenden und sicherheitsgefährdenden Störung des Straßenverkehrs auf einer Schlüsselverbindung“ begründet. Dadurch würde die „öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die Versorgungssicherheit zahlreicher Unbeteiligter“ gefährdet.<h3> „Immense Auswirkungen“ prognostiziert</h3>„Immense Auswirkungen“ waren jedenfalls auch im Vorfeld der jetzigen Entscheidung im Falle einer Genehmigung vom Autobahnbetreiber Asfinag prognostiziert worden. Und zwar auf „Tirol, die benachbarten Bundesländer sowie die Nachbarländer, insbesondere Italien und Deutschland“, wie es in einem „Offenen Brief“ an Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), die Bezirkshauptfrau von Innsbruck, Kathrin Eberle, und die Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei hieß. <BR /><BR />Man gehe davon aus, dass mehr als 32.000 Fahrzeuge im geplanten Zeitraum der Totalsperre nicht den Brenner passieren können. Die Asfinag-Verantwortlichen hatten in dem Schreiben daher noch eindringlich an die Behörde appelliert, die Demo nicht zu genehmigen.<h3> Genehmigung für Alfreider „unverständlich“</h3>Landesrat Daniel Alfreider zeigt sich über den genehmigten Protest auf der Brennerautobhan „äußerst verwundert". Der 30. Mai ist ein Tag, an dem auf der Brennerautobahn ein extrem hohes Verkehrsaufkommen („Bollino nero") erwartet wird. Es handelt sich um einen Samstag zwischen den Feiertagen Pfingsten (25. Mai), Staatsfeiertag in Italien (2. Juni) und Fronleichnam (7. Juni).<BR /><BR /> „Eine unabgestimmte und derart weitreichende Sperre an einem der verkehrsintensivsten Tagen des Jahres bedeutet einen Verkehrskollaps auf Südtirols Straßen und ein Problem für unsere Dörfer und Täler", warnt Alfreider. Es sei unverständlich, wie eine solche Sperre sicherheitstechnisch genehmigt werden konnte. <BR /><BR />In die gleiche Kerbe schlägt auch die ASFINAG: In einem offenen Brief wird kritisiert, dass Ort und Zeitpunkt der Sperre aus verkehrstechnischer Sicht höchst problematisch seien, und dass die Demonstration somit nicht zu genehmigen gewesen wäre.