Studenten bemängelten, dass in den vergangenen zehn Jahren die Universitätsgebühren um 75 Prozent gestiegen seien.„Wir werden nicht zulassen, dass das Schulsystem zerstört wird“, sagte Piero Bernocchi, Sprecher des linksradikalen Gewerkschaftsverbands Cobas, der den Schüler-und Studentenprotest unterstützt. Dem Protest schlossen sich auch Lehrer und Arbeitslose an.In Palermo gingen tausende Studenten auf die Straße. „Hände weg vom öffentlichen Bildungswesen“, lautete der Slogan der Demonstranten. In Rom wurden schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergriffen, um Ausschreitungen zu verhindern.Bei einer Studentendemonstration vor zehn Tagen war es in der italienischen Hauptstadt zu Verletzungen und Verwüstungen gekommen. Italien sei europaweit das Land, das am wenigsten für Bildung ausgebe, kritisierten die Studenten- und Schülerverbände. Die italienischen Lehrer seien in ganz Europa am schlechtesten bezahlt. Seit Jahren stecke Italien nichts mehr in die Modernisierung von Schulgebäuden.„Jede zweite Schule entspricht nicht den Sicherheitsstandards“, kritisierten die Schüler.apa