Montag, 06. September 2021

Demos gegen Corona-Maßnahmen in Rom: 5 Personen festgenommen

5 Aktivisten der italienischen Partei Forza Nuova sind am Montag in Rom festgenommen worden.

Am Montag wurde in Rom protestiert.
Am Montag wurde in Rom protestiert. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Unter ihnen war auch der römische Forza Nuova-Chef Giuliano Castellino, der sich in den vergangenen Wochen an mehreren Protestdemonstrationen gegen die Einführung des Grünen Passes als Zutrittsvoraussetzung für zahlreiche Aktivitäten in Rom beteiligt hatte, berichtete der Chef der Gruppierung, Roberto Fiore.

Die 5 Aktivisten wurden im Zentrum von Rom festgenommen. Sie wollten am Montag an einer Demonstration vor dem Parlament gegen die Ausweitung des Grünen Passes teilnehmen. Im Parlament wird dieser Tage über die Umwandlung eines Dekrets in ein Gesetz debattiert, mit dem der Grüne Pass als Zutrittsbedingung für Lokale, Museen, Kinos und Fernverkehrsmittel ausgedehnt wird.

Für Debatten sorgen in Italien außerdem derzeit Überlegungen der Regierung, den sogenannte Grünen Pass auf mehrere Berufsgruppen auszuweiten, darunter Beamte. Diese müssten dann an ihrem Arbeitsplatz nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Ansonsten müssen sie einen 48 Stunden gültigen PCR-Test vorlegen.

Die Maßnahme ist umstritten, seit Wochen wird samstags in mehreren italienischen Städten gegen die Zutrittsbeschränkungen durch den Grünen Pass demonstriert. Die Gegner des Grünen Passes behaupten, dieser sei ein Weg, um Arbeitnehmer zur Impfung zu zwingen, obwohl in Italien keine allgemeine Impfpflicht besteht. Eine Impfpflicht gilt bisher nur für das Gesundheitspersonal.

Lehrer, Schulpersonal und Universitätsprofessoren, die keinen Grünen Pass vorlegen können, werden ohne Gehalt vom Dienst suspendiert.

Studenten ohne Grünen Pass wird der Zugang zu den Universitäten nicht erlaubt.

apa