Freitag, 13. Dezember 2019

Den Berufs- und Fachschulen gehen die Lehrer aus

Das Problem wird immer gravierender: Gute Fachkräfte sind Mangelware – auch in den Berufs- und Fachschulen, wo die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden sollten. Dort ist der Mangel an Fachlehrern schon so eklatant, dass Schüler bzw. Lehrlinge abgewiesen werden müssen und andere Lehrer mit Dauer-Überstunden ihre fehlenden Kollegen „ersetzen“, heißt es in der „Dolomiten“-freitagausgabe.

Gute Fachkräfte müssen von guten Fachlehrern ausgebildet werden – nur finden diese derzeit in der freien Wirtschaft bessere Arbeitsbedingungen vor und laufen den Berufsschulen wortwörtlich davon.
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Gute Fachkräfte müssen von guten Fachlehrern ausgebildet werden – nur finden diese derzeit in der freien Wirtschaft bessere Arbeitsbedingungen vor und laufen den Berufsschulen wortwörtlich davon. - Foto: © ru
In einem Brief an die höchsten politischen Stellen schreiben die Direktoren von 6 Berufsschulen von „Engpässen“ und „notdürftigen Lösungen, die nicht dem Anspruch auf gute Ausbildung und gute Erziehung gerecht werden“. Lehrkräfte würden erhebliche Überstunden leisten, um die Stunden halbwegs abzudecken, Schüler und Lehrlinge müssten „notgedrungen abgewiesen werden bzw. können nicht ,ihre‘ Ausbildungsrichtung wählen“, Unterrichtsausfälle seien Realität.

Und die Situation werde sich noch verschärfen. Allein in den vergangenen 3 Jahren sind über 90 Fachlehrer in Pension gegangen. Und für den Nachwuchs ist die Schule zu unattraktiv, aus mehreren Gründen.

Ein „Gesamtpaket“ soll nun geschnürt werden, um diese Berufe attraktiver zu machen.

d