Laut Bezirksjägermeister Günther Bacher wurden von den 300 vorgegebenen Stück 292 erlegt, das sind 34 mehr als 2022. Der Abschussplan wurde zu 98 Prozent erfüllt. <BR /><BR />„Man sieht, dass die Jägerschaft gewillt ist, den öffentlichen Auftrag ernst zu nehmen“, stellte er fest. „Da beim Rotwild nicht nur die Abschüsse, sondern auch die Zählungen steigen, dürfen wir uns aber nicht auf den Lorbeeren der letzten Jagdsaison ausruhen“, mahnte Bacher. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64218514_quote" /><BR /><BR />Besorgniserregend sei die Situation beim Gamswild: „Den Gämsen geht es nicht gut“. Gamsräude, Gamsblindheit und andere parasitäre Krankheiten, dazu der Klimawandel und die Störung ihres Lebensraumes setze den Tieren zu. <BR /><BR />Im Bezirk seien vor allem die Reviere Pfitsch, Trens, Wiesen, Mauls und Brenner von der Räude (33 Fälle) betroffen.<h3> <div class="img-embed"><embed id="1015971_image" /></div> </h3> Bacher betonte, dass es bei der Jagd um weit mehr gehe als Abschusszahlen. „Die Jägerschaft übernimmt viele weitere Aufgaben freiwillig zum Wohle des Wildes und der Allgemeinheit“. <BR /><BR />Als Beispiele nannte er die Verbesserung des Lebensraums der Wildtiere, die Mithilfe beim Wildmonitoring und bei Wiederansiedlungsprojekten, die Montage von Wildwarnreflektoren und die Einsätze bei Wildunfällen.<h3> „Wissen ist die Grundlage für die Akzeptanz der Jagd“</h3>Es sei wichtig, die Öffentlichkeit über die vielfältigen Aufgaben der Jägerschaft zu informieren und Zusammenhänge aufzuzeigen. „Wissen ist die Grundlage für die Akzeptanz der Jagd“, sagte er und dankte dem Jagdrevier Wiesen für die Einladung von Schulklassen (siehe eigenen Bericht).<h3> Sorge um das Gamswild</h3> Auf die „ nicht gerade rosige Situation beim Gamswild“ ging der Vertreter der italienischen Jägerschaft, Sandro Covi, ein. Die Gründe seien vielfältig: Nicht nur Räude und Klimawandel seien dafür verantwortlich, „sondern auch Störungen der Wildtiere durch Alpinisten oder Paragleiter, und zwar das ganze Jahr über“.<h3> <div class="img-embed"><embed id="1015974_image" /></div> </h3>Benedikt Terzer, der Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes, lobte die Jäger für die „exzellente Erfüllung der Abschusspläne beim Rotwild“. 2023 seien in Südtirol 4821 Stück Rotwild erlegt worden, eine Rekordzahl.<BR /><BR />„Dem Großteil der Bevölkerung ist nicht klar, welch vielfältige Aufgaben die Jägerschaft übernimmt. Zum Beispiel wurden im Vorjahr 1800 Rehkitze aus Wiesen und Feldern gerettet. Deshalb müssen wir im Kommunizieren noch besser werden“, betonte er. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015977_image" /></div> <BR /><BR />Dazu hat der Jagdverband einen Instagram-Account aufgebaut und will die Wildpädagogik forcieren. Und nicht zuletzt sei „jede Jägerin und jeder Jäger ein Kommunikator und Meinungsbildner, meinte er.<h3> Jagd ist mehr als die Erfüllung von Abschussplänen</h3>In die selbe Kerbe schlug auch Dominik Trenkwalder vom Amt für Wildtiermanagement: „Die Jagd ist viel mehr als nur die Erfüllung von Abschussplänen. Damit einher geht auch eine starke Verbindung zur Natur und Tradition, aber auch eine große Verantwortung, wenn es um die nachhaltige Nutzung von Naturressourcen, der Kulturlandschaft und vor allem der Wälder geht“. <h3> Verzögerungen bei Verlängerung der Waffenpässe</h3>Senator Meinhard Durnwalder sprach u.a. über die unverständlichen Verzögerungen bei der Verlängerung von Waffenpässen. Sein Einsatz gehe dahin, dass die Verlängerung in Zukunft nicht nur von der Quästur, sondern auch von den Polizeikommissariaten vorgenommen werden kann.