Laut der staatlichen Gesundheitsbefragung PASSI leiden in Südtirol 3,6 Prozent der Bevölkerung unter depressiven Symptomen. Drei von vier Erkrankten in Südtirol suchen sich Unterstützung.<BR /><BR /><i><b>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</b></i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="346707" data-topic="interests-properties-sp" data-autoplay></div></div> <BR /><BR />Südtirol begeht den Europäischen Tag der Depression seit 2004. Damals war das Thema in Italien noch ein Tabu. <BR /><BR />Heute ist das anders: Neben den Info-Ständen an den Südtiroler Krankenhäusern liegen Broschüren wie „Depression – was tun?“ aus. Finanziert wurden sie von Südtirols Rotariern. Der Apothekerverband verteilt sie zusätzlich landesweit.<BR /><BR />In Brixen richtet die Klinik eine „Beratungsecke Depression“ ein: Am heutigen Vormittag spricht ein Betroffener, am Nachmittag beantwortet Psychiatrie-Primar Roger Pycha Fragen.<h3> Volkskrankheit mit Milliardenkosten</h3>Depression gilt laut WHO als die Erkrankung, die weltweit die meisten gesunden Lebensjahre raubt – und ganze Volkswirtschaften belastet. Allein in hochentwickelten Ländern verschlinge sie rund ein Prozent des Bruttosozialprodukts.<BR /><BR />In Europa sind im Schnitt fünf Prozent der Erwachsenen jederzeit betroffen, Frauen doppelt so häufig wie Männer. In Großstädten liegt die Rate bei zehn Prozent. Ursachen sind vielfältig: genetische Faktoren, frühe Traumata – und die Zumutungen der Leistungsgesellschaft.<BR /><BR />Die Symptome reichen von Antriebslosigkeit und innerer Leere bis zu körperlichen Beschwerden wie Schmerzen, Schwindel oder Haarausfall. Behandelt wird mit einer Kombination aus Psychotherapie, Medikamenten und Selbsthilfegruppen.<h3> An diese Stellen können Sie sich wenden</h3>Im Notfall stehen <b>Hausärzte, psychiatrische Dienste und die Notaufnahmen der vier Krankenhäuser</b> bereit. <BR /><BR />Unter der <b>Nummer 112</b> erreicht man rund um die Uhr den psychiatrischen Bereitschaftsdienst. <BR /><BR />Zusätzlich bietet das <b>psychologische Krisentelefon (800 101 800)</b> Hilfe.<BR /><BR />Auch die Zivilgesellschaft spielt eine tragende Rolle: Die <b>Caritas-Telefonseelsorge,</b><b>„Telefono amico“</b> oder das Jugendtelefon <b>„Young and direct“</b> bieten Gespräche an. <BR /><BR />Betroffenen- und Angehörigengruppen organisiert die Vereinigung <b>„Lichtung/Girasole“</b> sowie der Verein <b>„Ariadne“.</b>