Samstag, 02. Juni 2018

„Der Alptraum ist zu Ende“

Am Freitag konnte Rosa Mezzina nach 2 Monaten endlich wieder ihre beiden Kinder Yassine und Yasmine, 2 und 4 Jahre alt, in die Arme schließen.

Foto: Facebook/Rosa Mezzina
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Foto: Facebook/Rosa Mezzina

Der Vater der Kinder, der 33-jährige Tunesier Jamel Methenni, war im April mit den beiden Sprösslingen von Bozen nach Tunesien geflohen (STOL hat berichtet). Seither hatte die Mutter um die Rückkehr ihrer Kinder gekämpft - mit Erfolg.

Am Freitag trafen die beiden nach langen Verhandlungen - und dank der Zusammenarbeit des Außenministeriums, der Italienischen Botschaft in Tunesien und Interpol - mit einem Schiff am Hafen von Genua an. In Begleitung von 2 Carabinieri aus Bozen wurden sie zum Sitz der Carabinieri von Genua gebracht, wo sie nach 2 Monaten endlich wieder ihre Mutter und Großeltern umarmen konnten.

Am Samstag veröffentlichte die Mutter Rosa Mezzina ein Foto von der Wiedervereinigung mit den Worten: „Der Alptraum ist zu Ende“.

Yassine und Yasmine sind wohlauf und kehrten schon am Samstag wieder nach Bozen zurück. 

Wie Carabinieri-Kommandant Stefano Paolucci am Samstag erklärte, seien die Verhandlungen mit dem Vater lang und mühsam gewesen: Man musste erst lernen, was man wie sagen sollte, um ihn umstimmen zu können.

Dieser hatte die beiden an Bord eines Schiffes nach Genua gebracht. Er darf sich bis auf Weiteres seiner Familie nicht mehr nähern und muss sich nun für die Entführung seiner Kinder vor Gericht verantworten.

Für die Mutter geht ein Traum in Erfüllung 

„Am Samstag, nach 40 Tagen, ist etwas wahr geworden, was vor wenigen Tagen noch ein Traum zu sein schien: Ich konnte endlich wieder meine Kinder in die Arme nehmen. Ihnen geht es sehr gut, sie sind gesund", sagt die Mutter der beiden Kinder.

„Ich danke meinem Anwalt, der Vereinigung Penelope, den Carabinieri der Bozner Kaserne, der italienischen Botschaft in Tunesien und schließlich allen Personen, die mich unterstütz haben", bedankte sich Mezzina.

stol

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