Samstag, 20. Juni 2015

Der Amokfahrer von Graz: Was hat ihn dazu getrieben?

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und nun mindestens drei Menschen auf dem Gewissen: Der Amokfahrer von Graz ist ein 26-jähriger Kraftfahrer mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Ein Einzeltäter mit psychischen Problemen, heißt es.

Das Auto des Amoklenkers.
Das Auto des Amoklenkers. - Foto: © APA

Drei Tote und 34 zum Teil Schwerverletzte: Das ist die vorläufige blutige Bilanz einer Amokfahrt eines 26-jährigen Österreichers in der Grazer Innenstadt am Samstag (STOL hat berichtet). Laut dem steirischen Landessicherheitsdirektor besteht„ kein Zusammenhang mit Fanatismen“, also auch offenbar kein terroristischer Hintergrund. 

 „Es handelt sich um eine Psychose mit Ausgang im Familienleben“, sagte Josef Klamminger am Samstagnachmittag in einer Pressekonferenz.

Bewusste Entscheidung oder durchgedreht?

Der Mann habe offenbar „nach einer Wegweisung durchgedreht“, aber auch das müsse erst gesichert werden.

„Der Lenker ist bewusst gegen Passanten gefahren, ich habe selber gesehen, wie eine Frau niedergefahren wurde“, zitierte die „Kleine Zeitung“ einen Zeugen.

Täter ist verheiratet und schon Polizei-bekannt

Der Mann ist ein 26-jähriger Kraftfahrer mit österreichischer Staatsbürgerschaft und „bosnischem Bezug“ aus dem Bezirk Graz-Umgebung, der bereits zuvor „als gewaltbereit in Erscheinung getreten“ sei, sagte Landespolizeidirektor Josef Klamminger am späten Nachmittag.

Der Mann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wurde nach häuslicher Gewalt am 28. Mai von seinem Wohnsitz weggewiesen.

Die Opfer dürfte der Mann alle nicht gekannt haben. Es handelte sich um einen Einzeltäter, wobei nun ein psychologisches Gutachten eingeholt werde, sagte Klamminger. 

Eien Befragung des Täters soll weitere Anhaltspunkte bringen (STOL hat berichtet).

APA

stol