Freitag, 23. September 2016

Der Ausbrecherkönig kehrt heim

Die Geschichte von Max Leitner ist eine unendliche. Sie beginnt 1990 mit Überfällen auf Bank und Geldtransporter. Leitner wird verurteilt, ins Gefängnis gesteckt. Fünf Mal gelingt ihm die Flucht. Zuletzt 2011. Seitdem sitzt er ein – und darf nun heraus. Ja, dieses Mal darf er wirklich.

Die große Freiheit währte nur 40 Tage: Max Leitner bei seiner Festnahme im Dezember 2011. - Foto: DLife
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Die große Freiheit währte nur 40 Tage: Max Leitner bei seiner Festnahme im Dezember 2011. - Foto: DLife - Foto: © D

Im Video: Szenen aus 2011 - Max Leitner ist wieder in Haft

Das letzte Mal, dass Max Leitner von sich reden machte, ist mittlerweile 5 Jahre her. Aufnahmen seines letzten öffentlichen „Auftritts“ dokumentiert das Geschehene: Der Ausbrecherkönig in Tarnfarben gekleidet, grün gefleckte Mütze, Holzfällerhemd, eine blaue Brille baumelt um seinen Hals, ein resignierter Blick. Die neu gewonnene Freiheit währte nur 40 Tage. Max Leitner ist wieder in Haft. Auch die fünfte Flucht hat nicht geklappt.

„Ausbrecherkönig“: Die Geschichte zum Titel

Die Ausbrecherkarriere von Max Leitner reicht bis ins Jahr 1991 zurück: Damals gelang es dem Elvaser, aus einem Auto der Innsbrucker Gendarmerie zu entwischen. Diese Flucht dauerte nur kurz, wenig später wurde er kurz vor der italienischen Grenze gefasst. 

Ein Jahr später, 1992, gelang Leitner dann die spektakuläre Flucht aus dem Bozner Gefängnis.

Zehn Jahre später saß Leitner im Hochsicherheitsgefängnis von Padua ein. Nach einem Freigang kehrte er auch dorthin nicht wieder zurück.

Leitner wurde erneut gefasst, und wieder gelang es ihm, aus dem Gefängnis zu entkommen, im Jahr 2004: Zusammen mit einem Mafioso flüchtete er aus dem Gefängnis von Bergamo. Noch im gleichen Jahr wurde er in Marokko gefasst.

Die fünfte Flucht nahm Leitner 2011 in Angriff. Dieses Mal türmte er aus dem Gefängnis von Asti. Er kehrte vom Freigang nicht mehr zurück. 40 Tage später wurde er in einem Haus in Obervintl gestellt und wieder ins Gefängnis gebracht. Dort sollte er bis 2019 einsitzen.

Zurück nach Elvas

Dazu kommt es nun nicht: Max Leitner darf nach Hause. Wie am Freitag bekannt wurde, wird der mittlerweile 58-Jährige in den Hausarrest überstellt. Medienberichten zufolge wird Leitner seine Reststrafe in Elvas abbüßen. Angeblich sollen gesundheitliche Probleme der Grund für die Überstellung sein. Am 7. Juni 2019 hat Max Leitner seine Haftstrafe abgebüßt.

stol

stol