<BR />Vor einer Woche sorgte eine vermeintliche Bärensichtung in Perdonig in der Gemeinde Eppan für Aufregung – die Landesnotrufzentrale hatte Alarm geschlagen – <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/eppan-begegnung-mit-baeren-vater-und-sohn-von-bergrettung-gerettet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier lesen Sie mehr dazu. </a></b><BR /><BR />Nun gibt der Landesforstdienst Entwarnung: Bei dem angeblichen Bärenjungen handelte es sich um einen Hund.<BR /><BR />Am vergangenen Samstag hatten zwei Urlauber in der Zone Steinberg über die Landesnotrufzentrale gemeldet, ein vermeintliches Bärenjunges gesehen zu haben. Vater und Sohn vermuteten zudem, dass sich die Bärenmutter in der Nähe befinden könnte. Aus Vorsicht suchten sie hinter dem Zaun einer Sendeanlage Schutz. Die Bergrettung Eppan brachte die beiden anschließend sicher ins Tal.<BR /><BR />Der Landesforstdienst überprüfte das Gebiet unmittelbar nach Eingang der Meldung. Dabei fanden die Fachleute keinerlei Hinweise auf eine Bärin mit Jungtier. Schon zu diesem Zeitpunkt galt die Anwesenheit eines Bären als äußerst unwahrscheinlich.<BR /><BR />Für Klarheit sorgte schließlich die Rückmeldung eines Anrainers: Das vermeintliche Bärenjunge war in Wirklichkeit dessen Hund, der sich zum Zeitpunkt der Sichtung gemeinsam mit seinem Sohn im Gelände aufhielt.<h3> Jede Meldung wird überprüft</h3>Der Landesforstdienst betont, dass Hinweise auf Bären oder andere Großraubtiere grundsätzlich ernst genommen und fachlich überprüft werden. Gleichzeitig zeige der Vorfall, dass vermeintliche Sichtungen nicht automatisch Anlass zur Sorge seien. Ob es sich tatsächlich um ein Wildtier handelt, müsse stets von geschultem Personal verifiziert werden.<h3> So verhält man sich im Bärengebiet richtig</h3>Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement erinnert daran, dass man sich in Bärengebieten nicht lautlos bewegen sollte. Wer einen Bären aus sicherer Entfernung beobachtet, könne dies als Naturerlebnis genießen. Wichtig sei jedoch, ausreichend Abstand zu halten, sich dem Tier nicht zu nähern und es keinesfalls für Fotos zu bedrängen. Besondere Vorsicht gelte bei Jungtieren, da sich die Mutter häufig in unmittelbarer Nähe aufhalte.<BR /><BR />Kommt es zu einer Begegnung auf kurze Distanz, sollte man ruhig bleiben, laut sprechen und sich langsam zurückziehen. Dem Tier müsse dabei stets eine Fluchtmöglichkeit offen bleiben. Auch wenn sich ein Bär auf die Hinterbeine stellt, sei dies in der Regel kein Angriff, sondern diene der besseren Orientierung.<BR /><BR />Zeigt ein Bär aggressives Verhalten, handelt es sich laut den Fachleuten häufig um einen Scheinangriff. Sollte es dennoch zu einem Angriff kommen, empfiehlt der Landesforstdienst, einen Gegenstand wie einen Rucksack vor sich zu werfen, um das Tier abzulenken. Hilft auch das nicht, sollte man sich mit den Händen über dem Kopf auf den Boden kauern.