Beim Medienempfang im Bozner Pastoralzentrum verwies der Bischof zunächst auf die Arbeitsschwerpunkte der Diözese, wie den bevorstehenden Abschluss des Projektes „Mut zum Hinsehen“, die Kurienreform sowie das Gedenkjahr zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi.<BR /><BR />Nach einem gemeinsamen Gebet mit den Journalistinnen und Journalisten hob Ivo Muser das „bezahlbare Wohnen“ als zentrale soziale Frage in der aktuellen Südtiroler Gesellschaft hervor und verwies zugleich auf den von der Diözese Bozen-Brixen geleisteten Beitrag: „Bezahlbares Wohnen berührt die Würde, Sicherheit und Lebensperspektiven vieler Menschen.“<h3> 18 Wohnungen im Haus der Hoffnung</h3>Als konkrete Maßnahme in diesem Bereich nannte der Bischof das aus dem soeben abgeschlossenen Heiligen Jahr hervorgegangene Projekt „Haus der Hoffnung“. Dabei entstehen in Meran 18 Wohnungen als „Trainingseinheiten“ für Menschen in sozialen oder finanziellen Schwierigkeiten.<BR /><BR />Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer schilderte sodann die soziale Lage: 2025 beherbergte das kirchliche Hilfswerk in Südtirol in seinen Einrichtungen 800 wohnungslose Menschen; fast jeder dritte Klient der Schuldenberatung komme wegen Mietschulden oder Wohnkosten. Zudem betreue die Caritas aktuell weitere 150 Menschen in Winter-Notunterkünften.<h3> Miethöhe laut Landesmietzins</h3>Diözesanökonom Franz Kripp und der Direktor des Instituts für den Unterhalt des Klerus, Andreas Mumelter, erklärten, dass kirchliche Rechtsträger derzeit 547 Wohnungen mit etwa 1.500 Insassen verwalten, die langfristig vermietet und nicht spekulativ genutzt werden. Die Miethöhe orientiere sich grundsätzlich am Landesmietzins.<BR /><BR />„Wir haben keine Leerstände und nutzen alle derzeit zur Verfügung stehenden Liegenschaften“, sagte Kripp. Dabei sind die von den 281 Pfarreien direkt verwalteten Immobilien in der Auflistung nicht einmal erfasst. <BR /><BR />Bischof Muser sagte, dass die Kirche keine Wohnbaupolitik mache, aber wo sie Eigentümerin sei, Verantwortung trage. Ziel der Begegnung sei es gewesen, transparent darzustellen, welchen Beitrag die Kirche leistet und wo ihre Möglichkeiten begrenzt sind.