Freitag, 23. April 2021

Bozner Blutsonntag: Der furchtbare Tag vor 100 Jahren

Am 24. April 1921 überfielen rund 300 bewaffnete faschistische Schwarzhemden den Tiroler Volkstrachtenumzug, der anlässlich der Bozner Ostermesse veranstaltet wurde. Die Ausschreitungen forderten ein Todesopfer, 11 Schwerverletzte und 37 Leichtverletzte. Der Historiker Norbert Parschalk beschreibt den Tag, der für Schock, Entsetzen und Empörung sorgte.

Das Foto zeigt die in den Trachtenumzug sich gewaltsam einreihenden faschistischen „squadre d’azione“. Die Zeitung „Der Tiroler“ beschrieb sie als „Veroneser Faschistenguppe Squadra disperatissima, von weitem gleich erkenntlich an ihren schwarzen Zipfelhauben, ausgerüstet mit sogenannten Totschlägern, Revolvern und Handgranaten.“
Badge Local
Das Foto zeigt die in den Trachtenumzug sich gewaltsam einreihenden faschistischen „squadre d’azione“. Die Zeitung „Der Tiroler“ beschrieb sie als „Veroneser Faschistenguppe Squadra disperatissima, von weitem gleich erkenntlich an ihren schwarzen Zipfelhauben, ausgerüstet mit sogenannten Totschlägern, Revolvern und Handgranaten.“ - Foto: © volksbote

Dieses schreckliche Ereignis markierte den Beginn einer über 20 Jahre lang andauernden faschistischen Unterdrückungspolitik in Südtirol. Von Norbert Parschalk

s+