Die Daten sprechen eine klare Sprache: Dort wo Bäume wachsen und es Grünflächen gibt, sinken die Temperaturen beachtlich. Gerade in der Stadt ist das sehr deutlich zu spüren, weshalb immer mehr Bürger Grünflächen und Bäume einfordern. Mit dem sogenannten „Green Deal“ hat die EU nun veranlasst, dass das öffentliche Grün noch stärker gefördert und Schutzgebiete weiter aufgewertet werden: Allein bis 2030 sollen Eu-weit 3 Milliarden Bäume gepflanzt werden. <BR /><BR />Wo steht Bozen in Sachen öffentliches Grün? Seit 2022 der Plan für das öffentliche Grün verabschiedet wurde ist klar, dass Bozen bei den öffentlich zugänglichen Flächen hinterherhinkt (die „Dolomiten“ haben berichtet, siehe digitale Ausgabe). Lediglich 7,24 Quadratmeter/Einwohner statt der geforderten 11,5 Quadratmeter sind vorhanden. Auch weil der Grünkeil und zahlreiche andere Flächen privat und somit nicht zugänglich sind. Die Gemeinde hat in die Hände gespuckt und einige neue Initiativen eingeleitet, wie Stadträtin Chiara Rabini berichtet. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1063200_image" /></div> <BR />In der Lanciastraße wurde etwa ein grünes Dach mit 1000 Quadratmetern Fläche angelegt, etwa 900 Quadratmeter Fläche sind von der Versiegelung befreit worden, damit das Wasser besser abfließen kann, 50 Bäume wurden in der Deegstraße, 46 weitere am Rechten Eisackufer gepflanzt. Im Zentrum wurde der neue Schgraffer-Platz m eingerichtet und mit Bäumen versehen, 59 Bäume wurden in der Meranerstraße, 60 am Radweg in den Grieser Auen und 53 in der Kaiserau, sowie 22 in der Mailandstraße gepflanzt. <BR /><BR />Und es stehen noch zahlreiche weitere Projekte an, wie Rabini erklärt. „Eines davon ist die Gestaltung einer neuen Grünzone im Neustifter Weg“, verweist die Stadträtin auf die Fläche, die vor kurzem an die Gemeinde übergegangen ist. Was die Entsiegelung angeht, seien Eingriffe bei der Flixbus-Haltestelle in Bozen-Süd sowie an vielen anderen Orten geplant. <BR /><BR />Interessant für die Bürger dürften 2 weitere Vorhaben sein: Zum einen die Vervollständigung der Ringpromenade, „die wir in Kürze vorstellen werden“, kündigt Rabini an. Interessante Ergebnisse erwartet sie sich auch von einer Studie, die mit dem Land und der Wildbachverbauung durchgeführt wird und die einen Zugang zur Talfer vorsieht. Einen Ort also, an dem eventuell sogar das Baden möglich gemacht werden soll. <BR />In Kürze soll auch die Konzession für eine Fläche mit dem Eisenbahnbetreiber RFI geschlossen werden: „Es handelt sich um einen Ort in der Schlachthofstraße, wo bereits Veranstaltungen stattgefunden haben und der auch öffentliches Grün umfasst.“ Mit Pflanzen aufgewertet werden sollen auch viele kleinere Flächen, die derzeit ungenutzt sind. <BR />Die Nase vorn hat Bozen übrigens was die Begrünung von Dächern angeht. „Und daran werden wir auch weiterarbeiten. Die Enea führt derzeit eine Studie durch, wie sich die Gründächer auf die Temperaturen in der Stadt auswirken“, verrät Rabini.