Müdigkeit und Überforderung seien dabei Themen, die immer öfter zur Sprache kommen, schreibt die Caritas in einer Aussendung am Dienstag. „Durch die ständige Erreichbarkeit über die neuen Medien wird das Abschalten vom oft stressigen Alltag noch schwieriger als sonst“, beobachtet Silvia Moser, die Leiterin der Caritas-Telefonseelsorge, die neue Entwicklung.Die Folgen blieben häufig nicht aus: Das Gefühl, ständig und überall erreichbar und leistungsfähig sein zu müssen, führten zu Dauerstress, im schlimmsten Fall zum Burnout. Auch das Familienleben sei dadurch oft stark beeinträchtigt, was wiederum zu Streitereien und weiterem Druck führe.Die Angst vor dem Allein-SeinDieses Phänomen sei relativ neu, bekannter hingegen sei das Thema der Einsamkeit, oft auch gepaart mit psychischer Erkrankung, welchem die freiwilligen Mitarbeiter der Telefonseelsorge während der Sommermonate – wie auch sonst unterm Jahr - zu tun hätten.„Sich den Urlaub finanziell nicht leisten zu können oder niemanden zu haben, der mit in den Urlaub fährt – auch diese oft schmerzlichen Erfahrungen von Einsamkeit und Ausgeschlossensein vom gesellschaftlichen Leben werden an die Telefonseelsorge herangetragen“, berichtet Moser.Im Sommer wird besonders häufig angerufenTatsache ist, dass im vergangenen Jahr die Monate Juli und August mit 872 bzw. 953 Kontakten zu den anruferstärksten Monaten des Jahres zählten. Auch der Juni liegt mit 852 Anrufen obenauf. „Heuer scheint sich eine ganz ähnliche Tendenz abzuzeichnen“, beobachtet Silvia Moser.______________________________________________________Die Caritas-Telefonseelsorge ist auch während der Sommermonate rund um die Uhr unter der Grünen Nummer 840 000 481 anonym aus ganz Südtirol erreichbar.