Freitag, 24. April 2015

Der Frühling und die Pollen: Allergien nehmen zu

15 Prozent der Südtiroler leiden an einer Allergie, Tendenz steigend: Dies die Bilanz des Polleninformationsdiensts der Landesumweltagentur, die am Freitag ihr 20-jähriges Bestehen anhand einer Pressekonferenz gefeiert hat.

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Foto: © shutterstock

Die Allergien hätten sich laut Experten zu einer Volkskrankheit entwickelt, die erhebliche Ressourcen des Gesundheitssystems verschlingt.

So leiden etwa 15 Prozent der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen an Heuschnupfen. Was zunächst harmlos scheint, könne unbehandelt zu Bronchialasthma führen und die Gesundheit schwer beeinträchtigen.

Nicht erst eine Behandlung sollte Anlass sein, um sich mit dem Pollenflug auseinander zu setzen. Informationen zum Pollenflug seien nicht nur für Pollenallergiker nützlich, sie würden auch Ärzte bei der Erstellung der Diagnose und der Auswahl geeigneter Therapien unterstützen, hieß es auf der Pressekonferenz.

Die Probenentnahme erfolgt gemäß europäischem Standard mit drei in Bozen, Schlanders und Bruneck positionierten Pollenfallen. Die in der Luft vorhandenen Pollen werden angesaugt, auf einem klebrigen Streifen gesammelt und anschließend am Mikroskop bestimmt und ausgezählt. "Dies ist besonders im Frühjahr sehr zeitaufwändig", erklärt Edith Bucher, Biologin im Labor in Leifers, „aber nur so kann der Pollenwarndienst stets aktuelle Informationen und Prognosen geben."

lpa

stol