Die drei Bauträger möchten auf dem derzeitigen Laurin-Parkplatz beim Hotel Laurin „eine Baulücke schließen“. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1250592_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Das bestätigte Vizebürgermeister Stephan Konder am Freitag. „Die Prüfung des Projekts durch die Gemeinde hat noch nicht begonnen, sie startet voraussichtlich in der zweiten Januarhälfte“, erklärte Konder. <BR /><BR /><BR />Nach dem Ausscheiden von Heinz Peter Hager aus dem Immobilienprojekt hat die Firma „AIMO Invest GmbH“ der Familien Aichner und Moser, beide aus dem Sarntal, seine Beteiligung übernommen. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1250595_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Durch den Ausstieg von Hager hat sich das Vorhaben verzögert“, sagte Franz Staffler am Freitag, „jetzt wird das Projekt seinen urbanistischen Weg gehen. Wir werden sehen, wie sich die Gemeinde dazu stellt.“ Geschäfte werde es keine geben, „auf Wunsch der Gemeinde, die das grundsätzliche Projekt ja bereits kannte.“<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1250598_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Geplant ist, dass auf dem Areal des Laurin-Parkplatzes gegenüber dem Hotel Laurin ein Gebäude entsteht, in dem die Raiffeisen Landesbank ihren neuen Sitz haben soll und die Firma AIMO „vor allem Büros und in den oberen Geschossen auch Wohnungen baut. Gastronomische Angebote sind nicht vorgesehen“, erklärte Richard Moser, Chef der gleichnamigen Baufirma und Teilhaber am Gemeinschaftsunternehmen „AIMO Invest GmbH“.<BR /><BR /><BR />Das Unternehmen IFI von Franz Staffler verkaufe den ca. 5000 Quadratmeter großen Parkplatz und erhalte eine der drei Ebenen der geplanten Tiefgarage, womit die Parkplätze von der Oberfläche verschwinden würden. Die geplanten Gesamtkosten für das Projekt liegen laut Moser bei ca. 50 Millionen Euro. <BR /><BR /><BR />Die Hälfte der Gesamtkubatur von 60.000 Kubikmetern soll die Raiffeisen Landesbank übernehmen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1250601_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Das Gebäude vor Ort, in dem wir derzeit unseren Sitz haben, wurde in den 1980-er-Jahren für etwa 150 Mitarbeiter gebaut. Mittlerweile haben wir 270 Mitarbeiter und die Räumlichkeiten für den Kundenbereich eignen sich nicht mehr“, betonte Simon Ladurner, Generaldirektor der Raiffeisen Landesbank. „Derzeit sind wir auf drei Standorte in Bozen verteilt, was für die Mitarbeiter nicht ideal ist. Deshalb haben wir entschieden, ein Neubauprojekt zu starten – auch um unseren Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze im Zentrum zu bieten.“ Das derzeitige Landesbankgebäude soll abgerissen, die freigewordene Kubatur Teil des Gesamtprojektes werden, das an das Waltherhaus anschließt. <BR /><BR /><BR />Mit dem Projekt wolle man aber auch die gesamte Zone vor Ort erneuern, so Ladurner. „Geplant ist eine Art Verlängerung der verkehrsberuhigten Zone des Berloffaparks in Richtung Walterhaus und in Richtung Gerbergasse. Der Verkehr soll dort Fußgängern und Radfahrern weichen.“ <BR />Die Ein- und Ausfahrt der neuen Tiefgarage ist in der Schlernstraße vorgesehen. „Die Straße würde im Zuge des Projekts um mehr als das Doppelte verbreitert, der Abstand zum Palais Widmann würde sich dadurch vergrößern.“ Diese neue Ein- und Ausfahrt solle jene für die schon bestehende Landesbank-Garage und des derzeitigen Laurin-Parkplatzes ersetzen. <BR /><BR /><BR />„Die Laurinstraße würde im Zuge der städtebaulichen Neugestaltung verkehrsberuhigt. Es würden neue Freiflächen entstehen, auf denen ein neuer Platz entstehen soll, der nach Friedl Volgger benannt werden soll“, erklärte Richard Moser. Denn das Projekt sehe auch vor, dass rund 25 Prozent der heutigen Parkplatzfläche in Freiflächen umgewandelt und der Gemeinde abgetreten werden. Auch am Waltherhaus solle bei der Zeder ein neuer Freibereich entstehen. <BR /><h3> Fünfstöckiges, hufeisenförmiges Gebäude geplant</h3><BR />„Auf einem Großteil des heutigen Laurin-Parkplatzes, soll ein fünfstöckiges, hufeisenförmiges Gebäude entstehen, in dem die Landesbank in ihrem Teil und das Unternehmen AIMO Platz finden sollen“, so Moser. Die Bauhöhe werde über die sogenannte Traufenhöhe an das Waltherhaus angepasst, das Anbaurechte – unterirdisch und oberirdisch – gewährt habe, aber so bleibe, wie es heute sei. „Die 'AIMO Invest' wird vor allem Büros bauen. Möglicherweise könnte die Raika Bozen, die derzeit in der Delai-Straße ist, im Erdgeschoss Platz finden. Das ist aber nicht fix, sondern vorerst eine Idee“, betont Moser. <BR /><BR /><BR />Für rund ein Drittel der Bürofläche gebe es Eigenbedarf „für unsere Steuerberatungskanzlei 'Heiss Moser & Partner' und für die Firma 'Aichner Invest'.“ In den oberen Geschossen seien auch Wohnungen geplant. „Über die genaue Aufteilung muss mit der Gemeinde in Verhandlungen gesprochen werden. Ob es Wohnungen ohne Bindungen sein werden, oder konventionierte wird man sehen. Wir gehen von einem Mix in einem Verhältnis 60:40 aus“, sagte Moser. <BR /><BR /><BR />Für den Bau wurde in den vergangenen Jahren, noch unter Heinz Peter Hager, ein Architekturwettbewerb ausgerufen, an dem über 10 Architekturbüros aus Südtirol und dem Ausland teilgenommen haben. „In der Fachjury des Wettbewerbs saßen Karin Dalla Torre, Direktorin des Landesdenkmalamtes, und der Architekt Walter Angonese als Präsident der Jury“, unterstreicht Ladurner. Das Siegerprojekt stammt vom international tätigen Architekturbüro „UNStudio“ (UNS) aus Amsterdam.