Für die beiden Insassen des Autos – einen griechischen Goldschmied und einen Kaufmann – wurde es teuer: Sie mussten ein Bußgeld von umgerechnet 516.000 Euro entrichten.<BR /><BR />Es war gegen 15.30 Uhr, als die beiden Griechen mit ihrem etwa 30 Jahre alten Mercedes über die Brennerautobahn einreisten. Obwohl sie erklärten, dass sie nichts zu verzollen bzw. zu deklarieren hätten, sagte den Finanzbeamten ihr Instinkt, dass es sich lohnen würde, genauer hinzuschauen. <BR /><BR />Drogenspurhund Zidis schlug sofort an. Doch Rauschgift wurde bei der Durchsuchung des Wagens keines gefunden. Allerdings entdeckten die Fahnder ein Stück Plastik, das aus einem Hohlraum ragte, sich aber nicht löste. <h3> Werkstatt in Sterzing wird fündig</h3>Um der Sache auf den Grund zu gehen, wurden die Griechen mit ihrem Fahrzeug zu einer Karosseriewerkstatt nach Sterzing eskortiert. Und dort offenbarte der uralte Mercedes ein hochkarätiges Geheimnis. Nachdem ein Querträger zwischen Rückwand und Kofferraum aufgeschnitten war, glitzerten 125 Goldbarren aus dem Hohlraum heraus. <BR /><BR />Es wurde angenommen, dass Zidis angeschlagen hatte, weil in dem Versteck möglicherweise einmal Drogen gelegen hatten. Wie die Ermittlungen ergaben, hätten die Griechen versucht, das Gold aus der Schweiz über Nordtirol nach Italien zu bringen, von Ancona wollten sie damit in ihre Heimat weiter reisen. <BR /><BR />Daraus wurde aber nichts: Das Gold wurde beschlagnahmt und an die Banca d’Italia übermittelt, die Griechen mussten 516.000 Euro Bußgeld bezahlen. Die Einfuhr des Goldes an sich war weder illegal noch hätte Zoll bezahlt werden müssen. Allerdings bestand die Pflicht, die Einfuhr des Goldes zu deklarieren – was die Männer verabsäumt hatten.<BR /><BR />