Sonntag, 18. Juni 2017

Der große Schutzengel der kleinen Anna

Samstagabend, 18.10 Uhr. Idylle in der Zone „Tuel“ in Wolkenstein in Gröden: Die kleine Anna spielt auf der Terrasse des Hauses. Mutter Nadia Runggaldier gießt den Garten. Weil sich das bald dreijährige Mädchen immer wieder nass macht, nimmt die Mutter ihre Kleine auf den Arm und will mit ihr in die Wohnung.

Die kleine Anna hatte einen großen Schutzengel (Foto/copyright: privat)
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Die kleine Anna hatte einen großen Schutzengel (Foto/copyright: privat)

„Plötzlich hörte ich komische  Geräusche. Es knisterte bei den  Bäumen. Ich dachte erst an Einbrecher“, erzählt Nadia Runggaldier. Wie aus dem Nichts ein lauter Knall: abbrechende Äste, ein durchgebrochener Zaun, Erde und Schmutz. Ein Stein schlug mit voller Wucht auf der Terrasse des Hauses auf. Nur wenige Meter neben der Mutter und ihrem Kind. „Ich war geschockt“, erzählt sie der „Zett“.

Nur Sekunden entscheiden über Leben und Tod

Wäre der rund ein Kubikmeter große Stein nur einige Sekunden früher heruntergekracht, oder hätte sich die kleine Anna nicht nass gemacht – nicht auszudenken was dann passiert wäre.

„Eine Katastrophe wäre das gewesen“, erzählt Daniel Nocker, der während des Unglücks beim Nachbarn war. Seine Frau hatte ihn gleich nach dem Felssturz angerufen. „Ich eilte sofort zur Hausterrasse und benachrichtigte derweil die Einsatzkräfte“, so der Familienvater. Nach dem Schock folgte die Erleichterung.

Z/am/stol

Den vollständigen Artikel und mehr Bilder gibt es in der aktuellen Ausgabe der Sonntagszeitung "Zett".

stol