Montag, 17. Juni 2019

Der Kampf ums Bett im Altersheim

Der Unmut unter den Bozner Randgemeinden ist groß – aber nicht nur unter ihnen. Aufgrund fehlender Betten in Altersheimen geraten all jene Gemeinden unter Druck, die rechtzeitig für teures Geld in Seniorenwohnheime investiert haben. Das Dilemma: Für Bürger der Standortgemeinden gibt es keine reservierten Plätze mehr. Das berichten die "Dolomiten" in ihrer Montagsausgabe.

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Foto: © shutterstock

Nun will Landeshauptmann Arno Kompatscher einerseits das Punktesystem kurzfristig ändern und andererseits sowohl Bozen als auch Gemeinden ohne Altersheim in die Pflicht nehmen.

Vergangenen Donnerstag hat sich Landeshauptmann Kompatscher mit den Präsidenten der Bezirksgemeinschaften und dem Verband der Seniorenwohnheime getroffen.

„Gemeinden, die in Altersheime investiert haben, müssen für ihre Bürger Vorrang bekommen – Härtefälle ausgenommen. Dass alle überall das gleiche Recht haben, kann nicht sein, denn die Standardkosten für ein Bett betragen rund 180.000 Euro“, betont der Präsident des Gemeindenverbandes, Andreas Schatzer.

Rund 50 Prozent der Kosten schultert die einzelne Gemeinde.

Das bestätigt auch der Landeshauptmann.

„Es kann nicht sein, dass bestimmte Gemeinden wie Völs, Kastelruth, Tiers oder Karneid fleißig sind, investieren und nach Lösungen suchen. Hätte jede Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht, wäre das Problem halb so schlimm“, sagt Albin Kofler, Präsident der Bezirksgemeinschaft Salten Schlern.

„Aber allein in Bozen fehlen 600 Betten in den Altersheimen, was den Druck auf die Peripherie erhöht“, sagt Kompatscher.

D/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol