Freitag, 21. Februar 2020

Der Kampf ums Wasser

Nachdem die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz am Mittwoch die Maßnahmen und Ziele des Gewässerschutzplans vorgestellt hat, gehen die Meinungen in Südtirol auseinander. Während die Bauern um ihre Existenz fürchten, ist der Landesfischereiverband mit dem neuen Plan recht zufrieden.

Die Meinungen der Südtiroler gehen auseinander.
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Die Meinungen der Südtiroler gehen auseinander. - Foto: © lpa
Am Mittwoch wurde im Palais Widmann in Bozen der Gewässerschutzplan der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem neuen Plan geht es vor allem darum, wie die Qualität der Südtiroler Gewässer gehalten bzw. verbessert werden kann.

Der Landesfischereiverband ist mit dem neuen Plan recht zufrieden

„Wir haben sehr lange auf diesen Plan gewartet“, freut sich Markus Heiss, Präsident des Landesfischereiverbandes Südtirol. „Damit werden hinsichtlich Gewässerschutz und Fischschutz nach Jahren des Wartens hoffentlich jene rechtlichen Aspekte im Spannungsfeld Nutzung und Schutz der Gewässer ausreichend geklärt, die der Wassernutzungsplan an den Gewässerschutzplan delegiert.

Die Ressource „Wasser“ steht nicht nur zur Befriedigung verschiedenster Nutzungsansprüche bereit, sondern muss in ausreichender Menge weiterhin in den Gewässern fließen können. Nur so können einigermaßen intakte Fischbestände erhalten werden“.



Die allzu harsche Kritik des Südtiroler Bauernbundes zum Planentwurf ist für den Landesfischereiverband nicht nachvollziehbar. Man verstehe zwar die Nutzungsansprüche der Landwirte, besonders in Gegenden mit sehr kritischer Wasserversorgung. Gerade hier werde aber eine nachhaltige Landwirtschaft Wege zur Einsparung und Speicherung der zeitweise knappen Ressource finden müssen, anstatt die Gewässer zu überlasten.

Die Stimme der über 12.000 Fischer wird bei den Stellungnahmen bis Ende März deutlich zu hören sein, so Markus Heiss.

Einige Bauern fürchten um ihre Existenz


Laut Siegfried Rinner, Direktor des Bauernbundes, sollte man auch an den Schutz der Bauern denken. Außerdem sei die Frist von 60 Tagen für die Möglichkeit auf den Plan zu reagieren zu kurz.





jot