Während der Bub als Held gefeiert wird, befindet sich sein Vater langsam auf dem Weg der Besserung.<BR /><BR />Geistesgegenwärtig und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit handelte am Hochunserfrauentag der 7-jährige Matteo und rettete so das Leben seines Vaters. Wie berichtet waren die beiden gegen 17 Uhr mit dem Auto in der Mailandstraße in Bozen unterwegs, als der Vater am Steuer einen Herzstillstand erlitt.<BR /><BR />„Plötzlich hat er seinen Kopf gesenkt und ich dachte zunächst, er würde schlafen“, erzählte der Bub in einem Fernseh-Kurzinterview. Anstatt in Panik zu geraten, reagierte Matteo blitzschnell: Er habe seinen Gurt losgemacht, eine Hand auf die Bremse gedrückt, dann die Handbremse gezogen und so den Wagen angehalten. Dann habe er das Mobiltelefon des Vaters in die Hand genommen und die Notrufnummer 112 gewählt. Außerdem habe er auch seine Mutter via Textnachricht SMS informiert, die – wie die Einsatzkräfte – umgehend vor Ort eintraf.<h3> Auf dem Weg der Besserung</h3>Der 58-Jährige wurde von den Sanitätern wiederbelebt und anschließend ins Bozner Krankenhaus gebracht, wo er sich noch immer aufhält. Mittlerweile befindet sich der Mann aber langsam auf dem Weg der Besserung. <BR /><BR />Eine entscheidende Rolle bei der Rettung dürfte die digitale Erziehung der Eltern gespielt haben. Wie die Mutter des 7-Jährigen den Medien gegenüber erklärte, solle man es nämlich nicht von vornherein verurteilen, wenn Kinder Smartphones benützen. Vielmehr „müssen wir ihnen erklären, dass sie wirksame Hilfsmittel sein können, um gute Taten zu vollbringen“, meint sie. Außerdem hätten sie und ihr Mann glücklicherweise Matteo beigebracht, in diesen Fällen die 112 zu rufen.<h3> Schock in der Familie sitzt noch tief</h3>In dieselbe Kerbe schlägt auch der Landesfeuerwehrverband, der sich von der Leistung des Buben schwer beeindruckt zeigt: „Matteo, der kleine Held aus Bozen, zeigt uns, wie wichtig es sein kann, dass Kinder schon früh wissen, welche Nummer sie im Notfall wählen können“, schreibt der Verband in einem sozialen Netzwerk. Wichtig in solchen Fällen sei auch der Reiz, den Handys auf Kinder ausüben. „Schnell und spielerisch lernen die Kleinen, wie man richtig telefoniert. Dieses natürliche Interesse kann im Notfall Leben retten“, heißt es weiter.<BR /><BR />Matteo darf seinen Vater mittlerweile im Krankenhaus besuchen. Doch bei der Familie sitzt der Schock über den Vorfall noch immer tief. Auch deshalb lehnte die Mutter von Matteo eine Interviewanfrage der „Dolomiten“ gestern ab. Mit seinem beherzten Eingreifen sorgte der 7-Jährige nicht bloß hierzulande für großes Aufsehen. Auch in der Schweiz und in Österreich wurde über die Heldentat des kleinen Matteo berichtet.<BR /><BR /><BR />