Vergangene Woche hatte der österreichische Alpenverein bei seiner Hauptversammlung Alarm geschlagen wegen der Auswirkungen des Klimawandels: Ohne ein Rettungspaket für die Hütten und Wege sei die Erhaltung nicht mehr zu stemmen.<BR /><BR />„Wir haben das gleiche Problem wie der Österreichische Alpenverein“, sagt Simeoni. „Wir haben Hütten, die unbedingt saniert werden müssen.“ Einerseits wegen der fehlenden Stabilität aufgrund des Auftauens des Permafrostes, andererseits auch zur Anpassung an die Hygienebestimmungen. „Wir unterliegen auf den Hütten leider Gottes den gleichen Gesetzen wie im Tal“, kritisiert der AVS-Chef. <h3> Einige Wanderwege sind „nicht mehr haltbar“</h3>Zudem seien die Wege ein großes Problem: Manche Wege seien durch das Wegschmelzen oder Wegbrechen von Eis „nicht mehr haltbar“. Steigeisen anziehen und gemütlich über einen Gletscher gehen wie früher, das werde zunehmend zum Problem, weil neue Felsen herauskämen, die überwunden werden müssten. Die Gletscherschmelze verursache noch ein weiteres Problem – die abnehmende Sicherheit bei der Wasserversorgung, besonders auf den hoch gelegenen Hütten, erklärt Simeoni.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67102759_quote" /><BR /><BR />Die Schutzhütten des AVS seien noch relativ jung, müssten aber bereits saniert werden. Die Schutzhütten des Landes seien älter, manche auch über 100 Jahre, bei denen seien größere Sanierungen notwendig – diese stemme aber das Land und dann sei dies kein Problem. „Für uns als Alpenverein ist die Sanierung unserer 11 Hütten hingegen sicher eine große Herausforderung“, gibt Simeoni zu bedenken.<BR /><BR />„Jeder Beitrag des Landes ist sehr willkommen. Alpenverein und CAI (italienischer Alpenverein) haben die gemeinsame Zusage für 10 Millionen Euro bekommen – für 10 Jahre und insgesamt 25 Hütten. Der CAI hat 14 Hütten – und wir 11. Dieses Geld reicht aber bei weitem nicht aus“, meint Simeoni. Die großen Baukostensteigerungen hätten die Preise in die Höhe getrieben: „Das steigt bald ins Unermessliche“, sagt der AVS-Chef. So hätten sich beispielsweise die Kosten für die Arbeiten bei der Sesvennahütte etwa verdoppelt.